Samstag , 19. September 2020
Künftig sollen die Stadtbusse länger fahren. Am Lüneburger Bahnhof soll der Fahrtakt pendlerfreundlicher werden. (Foto: t&w)

Busfahren attraktiver machen

Lüneburg. Die Stadtbusse sollen täglich länger fahren, die Takt-Raster verbessert werden, um auch das Umsteigen am ZOB in die Bahn zu optimieren. Das sind nur einige Forderungen der Stadt, die in den Entwurf des Nahverkehrsplanes des Landkreises für den Zeitraum 2018 bis 2023 aufgenommen wurden. Denn die Stadt konnte dazu Stellungnahmen abgeben. Außerdem gab es Anhörungen in den Ortsräten Ochtmissen und Oedeme sowie bei einer Bürgerversammlung in Ochtmissen. Der Rat hat die Stellungnahmen nun abgesegnet. Frank Soldan (FDP) machte aber auch deutlich: Damit noch mehr Bürger den Bus nutzen, sollte mittelfristig über Tarifveränderungen für Kurzfahrten auch in Außenbezirken der Stadt sowie für Fahrten am Abend nachgedacht werden.

Platz Am Sande wird entlastet

Vieles im Entwurf entspreche den Forderungen der Stadt, machte Jens-Peter Schultz (SPD) deutlich. So solle zum Beispiel der Regionalbusverkehr aus den östlichen Teilen des Landkreises am ZOB enden. Das entlastet den Platz am Sande um mehr als 200 Fahrten täglich. Auch die Uni solle künftig besser angebunden werden, da die Fahrgastzahlen stetig angestiegen seien. Und ein Fahrgastinformationssystem solle zumindest am ZOB eingerichtet werden, damit die weiterführenden Linien problemlos erreicht werden. Alles Punkte, die auch Dr. Gerhard Scharf (CDU) lobte.

Positiv bewertete Michèl Pauly (Linke), dass auch die Umweltstandards für die Busflotte verbessert werden. Die Quote der Elektrobusse soll sukzessive bis 2030 auf 100 Prozent erhöht werden. Barrierefreier Zugang durch elektrische Rampen ist außerdem vorgesehen. Pauly machte unter anderem aber auch den Wunsch des Seniorenbeirates deutlich, dass eine Bushaltestelle maximal 150 Meter entfernt von dem Seniorenwohnheim Alte Stadtgärtnerei installiert wird.

Ulrich Löb (Grüne) richtete den Blick auf die Linien 5011 und 5012, die laut Entwurf des Nahverkehrsplanes nur noch im 30-Minuten-Takt rollen sollen. Die Verwaltung hatte in ihrer Stellungnahme für einen 15-Minuten-Takt in den Hauptverkehrszeiten plädiert. Löb bat darum, dass in der Stellungnahme aufgenommen werde, dass zumindest eine Linie rund um den Tag alle 15 Minuten fährt.

Die detaillierte Übersicht der Einzelheiten des Entwurfs sowie Stellungnahmen der Verwaltung und aus der Gremienbeteiligung ist in den kommenden Tagen auf der Homepage der Stadt www.hansestadtlueneburg.de nachzulesen.

Von Antje Schäfer