Mittwoch , 21. Oktober 2020
Auch der Automat in Bardowick ist zerstört worden. Hier gibt es Fahrscheine bis auf Weiteres nur im Zug. (Foto: metronom)

Kein Ersatz für zerstörte Fahrkartenautomaten

Ashausen. Vandalismus am Bahnsteig: Wegen beschädigter und teils vollkommen zerstörter Fahrkartenautomaten können Fahrgäste des Metronom an mehreren Bahnhöfen keine Tickets mehr kaufen. Und Ersatz wird es so schnell nicht geben.

Bereits drei Mal wurden etwa die Automaten in Ashausen vollständig zerstört, vier Mal stark beschädigt. Und in allen Fälle, berichtet Björn Pamperin, Pressesprecher des Bahnunternehmens, sei die Zerstörungswut zwecklos gewesen, denn das erhoffte Geld aus den Geräten hätten die Täter nicht erbeuten können.

Im vergangenen Jahr wurden bei Metronom insgesamt 15 Fahrkartenautomaten beschädigt, davon zehn komplett zerstört. Pamperin zufolge ist die Tendenz 2018 bisher unverändert. Neben Ashausen seien auch Meckelfeld und Bardowick ein Brennpunkt des Vandalismus. Auch dort stehen zurzeit keine Automaten.

Neue Geräte erst Ende des Jahres

Bis das Uelzener Unternehmen neue Ticketdrucker aufstellen kann, wird es noch eine Weile dauern. „Wir haben schlicht keine Reservegeräte mehr, um die zerstörten Automaten zu ersetzen. Die neu bestellten Automaten werden erst Ende 2018 geliefert. An anderen Standorten Automaten abzubauen ist leider nicht möglich“, erklärt Metronom-Sprecher Pamperin

Die Fahrgäste am Bahnsteig werden dort, wo eigentlich ein Automat stehen sollte, durch große Schilder informiert. „Niemand in Ashausen, Meckelfeld oder Bardowick muss sich Sorgen machen, dass er schwarz fährt. Wenn die Automaten am Bahnhof fehlen, verkaufen wir die Fahrkarten selbstverständlich im Zug“, sagt Pamperin. lz