Dienstag , 20. Oktober 2020

Nach Schießerei: Polizei geht nicht von Clan-Streitigkeiten aus

Lüneburg. Seit Freitag läuft die Öffentlichkeitsfahndung nach Mohamed E., dem mutmaßlichen Schützen der Schießerei von Kaltenmoor – jetzt wurde eine Ermittlungsgruppe unter der Leitung von Kriminaldirektor Steffen Grimme eingerichtet.

Grimme betont, dass die bisherigen Ermittlungen, anders als nach dem Vorfall 2014 vor dem Klinikum Lüneburg, keinerlei Hinweise auf eine Auseinandersetzung „zwischen verfeindeten Familien“ bzw. „Clans“ ergeben haben.

Streit beim Rauschgift-Deal

Die Polizei geht derzeit davon aus, dass es beim Handel mit Rauschgift zu Streit kam, der „innerhalb der multinationalen Gruppe zu dem versuchten Tötungsdelikt geführt“ habe. Die überwiegende Mehrheit der an dem Vorfall am Mittwoch beteiligten Personen seien laut Polizei in Deutschland geboren und besitzen die deutsche Staatsbürgerschaft.

Spekulationen, dass eine bekannte Bremer Familie an dieser Auseinandersetzung beteiligt gewesen sei, werden nachdrücklich dementiert. lz