Samstag , 26. September 2020
In der Salzhäuser Dörpschün sind etliche Sanierungsmaßnahmen fällig. Zuerst wird das Moos vom Dach entfernt und die Elektrik optimiert, 2019 geht es mit den Modernisierungsmaßnahmen weiter. Foto: uk

Wind pfeift durch alle Türen

Salzhausen. Sie gehört zu den Wahrzeichen von Salzhausen: In der denkmalgeschützten Dörpschün im alten Ortskern finden Veranstaltungen von Vereinen statt, auch für Lesungen oder Konzerte wird die alte Fachwerkscheune genutzt. Doch der Zahn der Zeit nagt kräftig an der Dörpschün – das zeigt die lange Liste an Bau- und Sanierungsmaßnahmen, mit denen sich jetzt der Gemeinderat Salzhausen beschäftigte. Das Gremium war sich einig: Es muss dringend etwas passieren. Zuerst soll das Reetdach ausgebessert werden. Für weitere Maßnahmen könnten Fördermittel fließen.

Attraktivität der Dörpschün steigern

Auf insgesamt 56.400 Euro summieren sich die Punkte in der Liste, die dem Rat vorlag. An der Spitze stehen absolut notwendige Maßnahmen wie die Entfernung von Moos auf dem Reetdach (3500 Euro) und Arbeiten an der Elektrik (2400 Euro). Dazu kommen Kosten für die Sicherheit (11.400 Euro) und Details wie Pflasterung, angefaulte Balken oder fehlende feuerfeste Vorhänge (insgesamt 13.200 Euro). „Wir müssen das anpacken“, sagte Christiane Oertzen (CDU) als Vorsitzende des Fachausschusses. Dabei gehe es nicht nur um bauliche Mängel: „Wir müssen auch etwas tun, um die Attraktivität der Dörpschün zu steigern.“

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Vorgesehen sind deshalb auch die Modernisierung der Küche, der Beleuchtung und der Heizung (25.900 Euro). „Durch alle Türen pfeift der Wind“, bemängelte auch Bürgermeisterin Elisabeth Mestmacher (UWG). Für Maßnahmen, die sowohl die Erhaltung als auch die Steigerung der Attraktivität der Dörpschün berücksichtigen, könne die Gemeinde Fördermittel von bis zu 53 Prozent erhalten. Ein entsprechender Antrag beim Amt für Regionale Landesentwicklung solle in diesem Jahr gestellt werden, sagte Gemeindedirektor Wolfgang Krause. Ein Teil der für 2019 eingeplanten Mittel in Höhe von 105.000 Euro könnten möglicherweise schon 2018 zur Verfügung stehen.

Schnellbuslinie zwischen Salzhausen und Winsen

Einhellig begrüßt der Rat auch die Einrichtung einer Schnellbuslinie zwischen Salzhausen und Winsen, die ab August 2018 startet und an die Taktung des Metronoms gekoppelt ist. Ein attraktives Angebot für Pendler, fanden die Ratsmitglieder. Kritik gab es aber an der Kostenaufteilung. Für die Finanzierung der Probephase bis 2020 soll die Gemeinde Salzhausen gemeinsam mit der Gemeinde Garstedt und der Samtgemeinde Salzhausen aufkommen. Auf Salzhausen entfallen demnach 17 333 Euro Jahreszuschuss. Wenn es mehr als drei Haltestellen in Winsen gebe, müsse sich auch die Stadt beteiligen, fand Michael Klaproth (CDU). Der Rat beschloss die Bezuschussung unter dem Vorbehalt, dass keine weiteren Haltestellen in Winsen angefahren werden. Andernfalls soll die Aufteilung neu beraten werden.

Regelmäßig notwendige Baumpflegarbeiten

Die Samtgemeinde Salzhausen führt ein zentrales Baum –und Spielplatzkataster ein. Das Kataster wird zunächst für alle Mitgliedsgemeinden erstellt, die regelmäßig notwendigen Baumpflegarbeiten sollen von Fachfirmen ausgeführt werden. Dem schloss sich der Gemeinderat an und sprach sich einstimmig für eine entsprechende Vereinbarung mit der Samtgemeinde Salzhausen aus.

Ein neues Mitglied wurde im Rat begrüßt: Hilke Beer nimmt für die Grünen den Sitz von Hans-Joachim Abegg ein, der sein Mandat niedergelegt hat.

Von Ute Klingberg-Strunk