Bereits im Herbst wurde zwischen Vögelsen und Mechtersen gebohrt, um dort Messstellen einzurichten. (Foto: phs)

Coca Cola lässt wieder bohren

Vögelsen. Im Aufrag des Getränke­herstellers „Coca Cola“ werden bei Vögelsen die Bohrarbeiten für die Einrichtung eines neuen Förderbrunnens für die Mineralwasser-Produktion wieder aufgenommen. Zwischendurch hatte es eine „witterungsbedingte Pause“ gegeben, teilt Unternehmenssprecherin Marlen Knapp mit: „Rund um den aktuell geplanten Brunnenstandort sollen in den kommenden Monaten voraussichtlich sieben Messstellen errichtet werden. Derzeit werden zwischen Vögelsen und Dachtmissen zwei Baustellen für die ersten Messstellen eingerichtet.“ Die Bohrarbeiten sollen etwa vier bis acht Wochen andauern.

Bereits im Herbst war zwischen Vögelsen und Mechtersen die Bohrung für einen potenziellen Brunnenstandort heruntergebracht worden. Wie berichtet, strebt Coca Cola an, aus dem Grundwasserkörper „Ilmenau Lockergestein links“ aus mehr als 200 Metern Tiefe bis zu 350 000 Kubikmeter ursprünglich reinen Grundwassers zu fördern. Damit soll die Produktion der „Vio“-Abfülllinie am Standort Lüneburg verdoppelt werden.

Überwachung des Grundwasserspiegels

Die nun geplanten Messstellen sollen nicht nur Aufschluss darüber geben, ob der Brunnen­standort ergiebig genug ist. Sprecherin Knapp sagt: „Die Messstellen dienen der Überwachung des Grundwasserspiegels. Sie sind entscheidend für den kontinuierlichen Nachweis, dass eine Wasserentnahme über den Brunnen keine negativen Auswirkungen auf die verschiedenen Grundwasserleiter hat.“ Die Standorte seien mit der Unteren Naturschutzbehörde des Kreises Lüneburg abgestimmt.

Die Arbeiten zur Einrichtung der Messstellen führt eine Fachfirma durch. Knapp: „Sie wird die drei Grundwasserleiter nacheinander, beginnend mit dem tiefsten, mit jeweils einer Bohrung erschließen. Nach jeder Bohrung wird ein Rohr mit einer Filtereinrichtung in den Kanal eingeführt.“ Danach werde der Raum zwischen Bohrung und Rohr mit Füllmaterial verpresst und abgedichtet. Ist der Zugang zu den Grundwasserleitern gelegt, erfolge das Klarpumpen. „Sobald alle Arbeiten beendet sind, wird die Bohrstelle wieder in ihren alten Zustand versetzt und die Messstellen werden mit einer Straßenkappe versehen.“ Über einen im Rohr installierten Datensammler wird kontinuierlich der Wasserstand ermittelt. dth