Die neue Ortsvereinsvorsitzende Carmen Maria Bendorf. (Foto: A/t&w)

Junge Leute mit ins Boot holen

Lüneburg. „Mehr junge Leute für die Mitarbeit zu motivieren, das ist eines meiner Ziele“, sagt Carmen Maria Bendorf. „Und zu sehen, dass ich das schaffe – da­rauf freue ich mich.“ Sie wurde jetzt bei der Jahresversammlung des DRK-Ortsvereins Häcklingen/Rettmer im MTV-Sportheim zur neuen Vorsitzenden gewählt: „Ich will gemeinsam mit dem Vorstand eine Verjüngung des Ortsvereins erreichen.“

Die gebürtige Lüneburgerin, Jahrgang 1964, ist Nachfolgerin von Otto Fuhrhop (87), der fünf Jahre lang den Posten innehatte. Damit ist ein Generationswechsel vollzogen. Zu ihrer künftigen Arbeit sagt sie: „Ich will das Bewusstsein der Menschen für solch wichtige Vereine zurückgewinnen.“ Sie sieht die Gefahr einer Überalterung, weiß aber auch, dass ihr Ortsverein in jüngerer Vergangenheit gegensteuern konnte: „Das vor einigen Jahren wiederbelebte Jugend-DRK kommt gut an, in der mittleren Altersklasse aber fehlen uns Leute.“ Aktuell zählt der Ortsverein 191 Mitglieder: „Tendenz steigend.“

Sieben Jahre in den USA

Die Lüneburgerin lebte sieben Jahre in den USA und arbeitete dort im Bau-Unternehmen ihres Onkels in Milwaukee „als Mädchen für alles“, wie sie sagt. Vor allem Büroaufgaben erledigte sie. Nach der Rückkehr in ihre Heimat war sie im öffentlichen Dienst beschäftigt und lebt seit 17 Jahren im Stadtteil Rettmer. „Ich habe mich inzwischen aber ganz dem Ehrenamt verschrieben“, sagt die politisch engagierte Frau, die 2004 in die SPD eintrat, seit 2010 im Stadtrat sitzt und seit 2011 Ortsvorsteherin von Rettmer ist.

Im DRK-Ortsverein Häcklingen/Rettmer engagiert sie sich bereits seit fast zehn Jahren. In ihrer künftigen Arbeit wird Carmen Maria Bendorf im Vorstand unterstützt von Claudia Wegner, Elke Peters und von Wilhelm Hyfing. rast