Sonntag , 20. September 2020
"Café Klatsch"-Betreiber Ulrich Schröder. (Foto: A/t&w)

Das „Café Klatsch“ macht weiter

Lüneburg. Ulrich „Ulli“ Schröder hatte öffentlich übers Aufhören nachgedacht. Nicht nur, weil er auf die 70 zusteuert und gesundheitliche Probleme hat, sondern weil ihm ein Nachbar das Leben als Kneipen-Betreiber schwer gemacht hat. Diese Sorge ist Schröder jetzt los, das „Café Klatsch“ macht erstmal weiter: „Alles ist wieder gut.“

Der Mieter, der seit mehr als einem Jahr dafür gesorgt hat, dass regelmäßig die Polizei vor der Tür stand, wenn Bands im „Klatsch“ gespielt haben, musste ausziehen. Das Bauamt, schreibt Schröder, habe nun festgestellt, dass es sich bei dessen Wohnung um einen Raum handelt, der ausschließlich gewerblich genutzt werden dürfe.

In den sozialen Medien bejubeln die Fans der Blues-Kneipe Schröders Nachricht. Denn sein Live-Club ist eine Institution in Lüneburg. Am 20. Januar 1984 hatte Schröder das „Klatsch“ mit Siegfriede Rieß gegründet. Das Konzept: ein gemütlicher Club mit Live-Musik. Rund 50 Konzerte im Jahr holt Schröder auf die Bühne, lange Jahre unterstützt von Werner Laatsch, bis der krankheitsbedingt nicht mehr konnte. Hochgerechnet kommt man bei gut 1600 Konzerten an. lz