Samstag , 31. Oktober 2020
Der umstrittene Gedenkstein für die Toten der 110. Infanterie-Division. (Foto: be)

Grüne fordern Verhüllung des Gedenksteins

Lüneburg. Die Grünen fordern die Verhüllung des umstrittenen Gedenksteins, der am Springintgut an die Toten der 110. Infanterie-Division erinnert. Bis abschließend geklärt sei, wie mit der Tafel umgegangen werden soll, dürfe sie nicht länger gezeigt werden. Ulrich Blanck, Fraktionsvorsitzender im Stadtrat, kündigte an, einen entsprechenden Antrag in die Märzsitzung des Rates einbringen zu wollen.

Das Ehrenmal sei gerade in Verbindung mit der „unvollständigen und in Teilen auch einfach falschen Kommentierung durch die Tafeln der Manzke Friedensstiftung“ für viele Bürger der Stadt, aber auch für die Angehörigen der Opfer ein Stein des Anstoßes, schreibt Blanck weiter: „Wir sind uns sicher, dass nach den uns allen heute vorliegenden geschichtlichen Erkenntnissen dieser Stein so heute nicht aufgestellt werden würde.“

Der Grünen-Fraktionschef bezieht sich auch dabei auf einen Beitrag des ehemaligen Deutschen Botschafters in Weißrussland, Gebhardt Weiss. Danach habe die Affäre um die Äußerungen von Bürgermeister Gerhard Scharf an dem Ehrenmal das Ansehen der Bundesrepublik Deutschland international geschädigt. lz

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https://jj12.wordpress.com/2018/02/04/es-geht-nicht-nur-um-lueneburg/