Kurz nach Mitternacht bestehen für Lüneburger die besten Chancen für einen freien Blick auf den "Blue Moon". Foto: Warren - stock.adobe.com

So scheint der Blue Moon über Lüneburg

Südergellersen. In der Nacht zum Donnerstag erwartet uns ein ganz besonderer Vollmond, denn er ist ein Supermond und ein so genannter Blue Moon zugleich. Da der Mond in den Wintermonaten besonders nah um die Erde kreist, nämlich statt mit einer Entfernung von 400 000 km mit nur circa 360 000 km, erscheint er derzeit besonders groß: ein Supermond. "Die Größe wird besonders beim Auf- und Untergang deutlich, wenn der Mond direkt über der Landschaft schwebt oder hinter einer Stadtkulisse zu sehen ist", sagt Hobby-Astronom Michael Mross aus Südergellersen. Er wirke dann etwa 14 Prozent größer und 30 Prozent heller als der Vollmond in Erdferne. "Blue Moon" wird das Ereignis genannt, wenn in einem Monat gleich zwei Vollmonde vorkommen. Das passiert nur etwa alle zweieinhalb Jahre, weshalb es im Englischen die Formulierung "Once in a blue moon" gibt, was so viel heißt wie "Alle Jubeljahre einmal". "Der Begriff hat aber nichts mit der Farbe zu tun", sagt Mross. Der Mond wird also wie sonst auch weißlich erscheinen.

Beste Sicht-Chancen über Lüneburg nach Mitternacht

Als Astronom hat Mross nicht nur die Sterne, sondern auch das Wetter stets im Blick. So auch für die Nacht auf den 01. Februar 2018. Trotz des aktuellen Regenswetters sieht Mross für alle Lüneburger kurz nach Mitternacht eine gute Chance, einen Blick auf den Blue Moon zu erhaschen. "Das ist natürlich je nach Region sehr individuell, aber nach 24 Uhr könnte es für zwei bis drei Stunden Wolkenlücken geben, so dass der Mond sichtbar wird."

Die Wetterbeobachtung sei ein zweites Hobby von ihm, sagt der Südergellerser, der sich schon als kleiner Junge für die Sterne interessierte. "Als Astronom muss man ja irgendwie planen, da gehört das Wetter dazu." In jeder klaren Nacht steigt er hinauf in seine persönliche Sternwarte, die er sich in jahrelanger Eigenarbeit auf das dach seiner Garage gebaut hat. Ein Portrait von Hobby-Astronom Michael Mross sehen Sie im Video:

 

von Katja Grundmann