Dienstag , 22. September 2020
Smartphones lenken vom Stadtverkehr ab. Foto: A

Smombies leben gefährlich

Lüneburg. Der Blick aufs eigene Smartphone kann gefährlich werden, jedenfalls dann, wenn man gleichzeitig die Straße überquert. Dass dies keine Seltenheit ist, hat der Auto Club Europa (ACE) ermittelt. Bei seiner bundesweiten Aktion „Finger weg – Smartphone im Verkehr“ stellte sich heraus, dass mehr als jedes vierte Mädchen (27,3 Prozent) und fast jeder vierte Junge (23,5 Prozent) beim Überqueren der Straße aufs Smartphone starren. Bei den Erwachsenen sind es 14 Prozent der Frauen und 16,4 Prozent der Männer.

Gefahren durch Ablenkung werden völlig unterschätzt

Auch in Lüneburg sind diese sogenannten Smombies unterwegs. Hier hatte der ACE das Verhalten von 1900 Fußgängern an der Scholze-Kreuzung und in der Altenbrückertorstraße untersucht. Günter Schwarz, Vorsitzender des ACE-Kreises Nordheide, nennt das Ergebnis „erschreckend“: Danach haben 23,3 Prozent der Mädchen, 46,6 Prozent der Jungen und bei den Erwachsenen 18,4 Prozent der Frauen und 17,5 Prozent der Männer ihr Smartphone, aber nicht den Verkehr im Blick. „Dies zeigt, dass die Gefahren durch Ablenkung völlig unterschätzt werden“, sagt er und appelliert an Politik und Polizei, gegebenenfalls über Strafen nachzudenken. us