Freitag , 30. Oktober 2020
Teurer Beton: Für viele Lüneburger steht das Hanseviertel exemplarisch für den enormen Preisanstieg bei den Immobilien. Foto: t&w

Immobilienpreise rasen nach oben

Lüneburg. Dass Lüneburg ein teures Pflaster ist, belegen Studien in schöner Regelmäßigkeit. Wer seinen Traum von den eigenen vier Wänden verwirklichen möchte, m uss eine Menge Geld bewegen. Wie stark die Kaufpreise für Immobilien zuletzt gestiegen sind, belegt nun ein aktueller Vergleich des Portals immowelt.de. Er listet 108 deutsche Städte mit 50 000 bis 100 000 Einwohnern auf. Lüneburg belegt einen Podestplatz hinsichtlich des Preisanstiegs seit 2012. Um enorme 67 Prozent habe sich Wohneigentum in der Hansestadt verteuert. Bundesweit hat nur Rosenheim mit 79 Prozent im selben Zeitraum einen noch größeren Sprung erlebt.

Nicht länger ein Problem von Metropolen

In den deutschen Metropolen Berlin, München oder Hamburg sind steigende Kaufpreise für Wohneigentum längst keine Besonderheit mehr. Inzwischen verteuern sich aber auch in den allermeisten Mittelstädten Eigentumswohnungen und Häuser deutlich. Zu diesem Ergebnis kommt die Auswertung. Lüneburger kennen den Preis des Zuzugs seit Jahren, egal ob sie Immobilien kaufen wollen oder eine preisgünstige Mietwohnung suchen.

In konkreten Zahlen nennt der Vergleich für Lüneburg folgende Zahlen: Kosteten Kaufimmobilien 2012 noch 1490 Euro pro Quadratmeter, sind es aktuell schon 2490 Euro. Doch alles ist relativ: Für Hamburger sei Lüneburg eben immer noch die preiswertere Alternative, heißt es von immonet. Zudem rangiert Lüneburg im reinen Quadratmeterpreisvergleich lediglich auf Rang 24.

Konstanz am Bodensee führt Hitliste an 

Insgesamt sind in 104 der 108 untersuchten Städte die Kaufpreise für Wohneigentum stärker gestiegen als die Inflationsrate. Diese betrug im selben Zeitraum gerade einmal 7 Prozent. Nur in zwei Städten sind die Immobilienpreise in den vergangenen fünf Jahren übrigens gesunken, und zwar im sächsischen Plauen (– 6 Prozent) und in Gera in Thüringen (– 15 Prozent).

Teuerstes Pflaster bei den Mittelstädten ist das baden-württembergische Konstanz am Bodensee, hier müssen Käufer aktuell 4480 Euro pro Quadratmeter berappen. In Plauen ist es nur ein Zehntel der Summe. red