Freitag , 30. Oktober 2020
Ernst Bögershausen, stellvertretender Vorsitzender im Kultur- und Partnerschaftsausschuss, enthüllt die neue Anschrift der Leuphana. Sie liegt jetzt an der Universitätsallee.

Eine eigene Allee für die Uni

Lüneburg. 820 Meter der Uelzener Straße werden ab Sonnabend „Universitätsallee“ heißen. Das ist künftig auch die neue Anschrift der Leuphana. Am Donnerstag hat Präsident Sascha Spoun das Straßenschild gemeinsam mit Oberbürgermeister Ulrich Mädge und Gästen symbolisch enthüllt. Der Rat der Stadt hatte die Umbenennung im März abgesegnet, die Uni war mit dem Wunsch an die Stadt herangetreten. Denn der neue Libeskind-Bau an der Straße soll künftig den Haupteingang der gesamten Universität darstellen.

Umbenannt wird der Abschnitt zwischen Munstermannskamp und Gaußstraße. Danach setzt sich die Uelzener Straße wie bisher fort. Das erste Schild mit der Aufschrift „Universitätsallee“ steht direkt vor dem Zentralgebäude, die blaue Fläche mit weißer Aufschrift deutet in dessen Richtung. Sichtlich stolz war Uni-Präsident Sascha Spoun: „Lüneburg ist jetzt die einzige Stadt, die eine Stadthalle an der Adresse Universitätsallee 1 hat.“ Dass der Eingang des Gebäudes senkrecht auf die Uelzener Straße zeige, sei als ein Pfeil in die Zukunft zu deuten. „Möge das ein gutes Omen sein.“

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Dass die neue Adresse den Begriff „Allee“ enthält, freut den Präsidenten umso mehr. Das liege auch nahe, schließlich verfüge die Uelzener Straße über einen alten Baumbestand. Durch die Umbenennung würde dieser nun indirekt geschützt.

Die Voraussetzungen dafür sieht auch Mädge, außerdem sei der neue Straßenname ein Bekenntnis der Stadt zur Uni. „Wir haben lange überlegt, wie wir das neben dem finanziellen Beitrag zum neuen Gebäude deutlich machen können.“ Mit den betroffenen Anwohnern und Firmen habe man gesprochen, alle seien einverstanden gewesen. „An einigen Stellen müssen wir aber sicher noch helfen.“ Schwierig sei die Änderung der neuen Anschrift vor allem in bereits gedruckten Firmenprospekten.

Da die Adressänderung mit Arbeits- und Materialaufwand verbunden ist, sollen Privatpersonen mit 20 Euro und Firmen mit 100 Euro entschädigt werden. Insgesamt rechnet die Stadt mit Kosten von 2 500 Euro. Auch gibt es eine Umstellfrist: Bis zum 1. Januar 2018 haben sie Zeit, ihre Adresse ändern zu lassen. Die Leuphana stellt schon nach und nach um, auf ihrer Internetseite ist in einigen Beiträgen schon die Universitätsallee angegeben.

Durch die Verlegung des Haupteingangs muss auch die Bushaltestelle an der Scharnhorststraße umgesiedelt werden. Laut Spoun soll das zum Beginn des Wintersemesters geschehen, das am 5. Oktober startet. Dann hält der sogenannte Leuphana Bus, die Linie 5001, direkt vor dem Eingang des Libeskind-Baus.
Von Anna Paarmann

Umzüge ins Zentralgebäude

Alle Arbeitsplätze belegt

Die Forscher waren bereits im März in den Libeskind-Bau gezogen. Inzwischen seien alle diejenigen, für die ein Arbeitsplatz im neuen Gebäude vorgesehen war, auch eingezogen, sagt Uni-Präsident Sascha Spoun. Mehr als 200 Personen, unter anderem der Kooperationsservice, die Professional School, verschiedene Forschungsprojekte und Initiativen, arbeiten nun dort. „In den Seminarräumen finden nach und nach Veranstaltungen statt.“ Abgeschlossen ist das Thema Ein- und Umzüge aber längst noch nicht: „Das wird uns sicher noch das gesamte nächste Jahr beschäftigen.“