Dienstag , 22. September 2020
Die Scharnhorststraße in Lüneburg. Foto: be

Unwetter in Lüneburg – Mehr als 100 Einsätze in der Region

Lüneburg. Mehr als 100 Verkehrsbehinderungen durch umgestürzte Bäume haben in für Verkehrsbehinderungen gesorgt. Hier sind nur einige Beispiele genannt:

Landkreis Lüneburg: Auf der B4, zwischen Melbeck und Grünhagen, drohte ein Baum auf die Fahrbahn zu stürzen. Mittlerweile ist die Straße wieder frei. Auf der B 209 im Bereich Amelinghausen, stürzte gegen 12.40 Uhr ein Baum auf die Fahrbahn und schlug ein Loch in die Fahrbahndecke.

Landkreis Lüchow-Dannenberg: Gegen 13.10 Uhr wurde eine umgestürzte Kastanie gemeldet, die in Wustrow auf eine Tankstelle in der Bahnhofstraße gekippt ist. Die Fahrbahn der L 261 bei Lensian wurde gegen 13.05 Uhr von einem umgestürzten Baum versperrt. Ein Trecker-Fahrer, der vorbei kam, beseitigte schnell und unbürokratisch die Behinderung. Im Bereich Laase wurde ein Baum, der auf die Fahrbahn der L 256 gestürzt war, von der Werksfeuerwehr des Zwischenlagers zügig und professionell entfernt.

Mit schlimmen Folgen zog das heutigen Unwetter auch durch den Landkreis Uelzen. In der Ortschaft Holdenstedt verstarb in den Mittagsstunden 22.06.17 ein 50 Jahre alte Insasse eines Pkw durch einen umgestürzten Baum. Der Mann aus dem Landkreis Uelzen hatte gegen 12.45 Uhr zusammen mit seiner Frau in seinem Pkw Mercedes Vito auf dem Parkplatz eines Hundeplatzes, Holdenstedter Straße, das Unwetter abgewartet, als durch mehrere Windböen diverse Bäume umgeknickt wurden. Eine gut 60 cm dicke Eiche stürzte dabei auf den Pkw des Ehepaares. Die Frau erlitt dadurch leichte Verletzungen. Ihr Mann verstarb noch im Fahrzeug und konnte in der Folge nur noch tot aus dem Wrack geborgen werden.

Parallel stürzten weitere Bäume auch auf die Holdenstedter Straße (ehem. Bundesstraße 4). Dabei stürzte ein Baum auf einen fahrenden Pkw. Der Fahrer blieb unverletzt. Darüber wurde eine Radfahrerin von dem selben Baum getroffen. Die Frau wurde schwerverletzt ins Klinikum nach Uelzen gebracht. Es besteht jedoch keine Lebensgefahr.

Fotos: Feuerwehr/be/t&w

+++ Update: 14:50 Uhr: Bislang meldet die Einsatzleitstelle 105 Einsätze der Feuerwehr in Stadt und Landkreis. Spontane Räumaktionen von Verkehrsbehinderungen der Helfer sind nicht eingerechnet, Schätzungen zufolge komme man hier auf 60-80 rund 250 Einsätze für die Feuerwehr Harburg

Lüneburg. Die Unwetterfront im Norden hat gegen 12 Uhr die Region Lüneburg erreicht. In Stadt und Landkreis verdunkelte sich der Himmel, es regnete in Strömen, auch Hagel habe es gegeben. Mehr als 20 Einsätze meldete die Polizei schon kurz nach Ausbruch des Gewitters. Verletzt wurde nach derzeitigem Kenntnisstand niemand, vor allem umgestürzte Bäume waren die Ursache für die Einsätze.

Die Bundesstraße 4 zwischen Melbeck und Grünhagen ist derzeit voll gesperrt. Auch hier ist ein umgestürzter Baum der Grund. Nach Polizeiangaben ist die Einsatzlage schwieirig und könnte noch etwas Zeit in Anspruch nehmen.

Einschränkungen im Zugverkehr

Der Deutsche Wetterdienst warnt noch bis einschließlich 14 Uhr vor schwerem Gewitter mit Orkanböen und Hagel. Allerdings ist danach die Unwettergefahr nicht gebannt: Noch bis in die Morgenstunden des Freitags kann es weiter zu heftigen Regenfälllen, Gewitter und Hagelkörnern mit bis zu fünf Zentimetern Durchmesser kommen.

Außerdem kommt es auf der Bahnstrecke zwischen Uelzen und Hamburg zu massiven Einschränkungen. Der Sprecher der Metronom-Eisenbahngesellschaft, Björn Pamperin, berichtet, dass die Züge teilweise nicht oder nur mit großer Verspätung fahren könnten. Mehr dazu hier.

lz