In der kommenden Nacht wird die A 39 in Richtung Lüneburg zum Teil voll gesperrt. Foto: t&w

Aufschub für die A-39-Sanierung

Lüneburg/Bardowick. Der Asphalt auf der A39 zwischen Lüneburg und Handorf muss nun doch noch länger halten. Ursprünglich sollte die Sanierung auf diesem Strecke nabschnitt Ende Mai beginnen (LZ berichtete). Daraus wird jetzt nichts mehr. „Wir können diesen Termin definitiv nicht halten“, sagt auf LZ-Anfrage Gesa Schütte von der Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr, nennt als Grund „vergaberechtliche Probleme“.

Eines der Bauunternehmen, das sich ebenfalls an der EU-weiten Ausschreibung beteiligt hatte, habe einen „Antrag auf ein Nachprüfverfahren“ bei der Vergabekammer gestellt. Das habe aufschiebende Wirkung. „Mit der Einleitung dieses Verfahrens sind nicht mehr wir Herr des Verfahrens, sondern das niedersächsische Wirtschaftsministerium“, erläutert die Fachbereichsleiterin Bau bei der Behörde. Gleichwohl hofft die Bauingenieurin, dass die Arbeiten an der A39 trotzdem noch in diesem Jahr über die Bühne gehen können. „Das ist unser großes Ziel.“ Wann nun aber die Bagger anrücken und die Autofahrer sich auf längere Staus einstellen müssen, das könne sie derzeit nicht sagen.

Grundsätzlich ändern soll sich aber trotz des Nachprüfverfahrens nichts am technischen Ablauf der Sanierung. Starten sollen die Arbeiten in Fahrtrichtung Hamburg, im kommenden Jahr soll dann die Gegenrichtung „grundhaft erneuert“ werden. Der Verkehr soll während der Bauarbeiten in diesem Jahr auf der westlichen Richtungsfahrbahn an der Baustelle vorbei zweispurig in Richtung Hamburg und einspurig in Richtung Lüneburg geführt werden. Erneuert werden auch die Anschlussstellen Lüneburg-Nord und Handorf. Diese Arbeiten, das machte Schüttes Chef Dirk Möller schon vor Monaten gegenüber der LZ deutlich, seinen aus Sicht der Behörde notwendig, weil die Fahrbahn der A39 in diesem Bereich bereits 30 Jahre alt ist.

Arbeiten am Häcklinger Kreuz auf der Zielgeraden

Dass die Zeit ihre Spuren im Straßenbelag hinterlässt, zeigt sich auch an einer anderen Baustelle der Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr. Seit Wochen sind Arbeiter dabei, die Fahrbahn des Häcklinger Kreuzes inklusive der Verbindungsrampen zu erneuern. Warum die Arbeiten länger dauern als ursprünglich geplant, erklärt Gesa Schütte mit zusätzlichen Arbeiten am Untergrund im Bereich der Auf- und Abfahrtsrampen, „die im Vorfeld nicht zu erkennen waren“. So sei beim Bau der Rampen vor knapp 30 Jahren der Zementverfestiger falsch eingebaut worden. Diesen Baumangel jetzt zu beheben, sei aufwändig. Der alte Untergrund musste ausgekoffert und ein 20 Zentimeter tiefes Schotterbett neu eingebaut werden.

Doch langsam nähere man sich dem Ende: Am 19. Mai soll die Vollsperrung nach aktueller Planung der Behörde aufgehoben werden, am 25. Mai die Baustelle dann komplett verschwunden sein. Dann kann wenigstens auf der Bundesstraße 4 und am Häcklinger Kreuz der Verkehr wieder ungestört rollen.

Von Klaus Reschke