Mittwoch , 23. September 2020
Nächstes Jahr steht der Umbau des ehemaligen Gasthauses Flindt in Barum an.

Barum: Ausschreibung für Mammutprojekt läuft noch

Barum. Auch im neuen Haushalt 2017 wird die Gemeinde Barum mit ihren Ortsteilen St. Dionys und Horburg ohne neue Kredite auskommen. „Die finanzielle Situation d er Gemeinde Barum ist insgesamt als gut zu bezeichnen“, sagte Bürgermeister Torsten Rödenbeck (CDU). Der Gemeinderat beschloss bei seiner kürzlichen Sitzung im Vereinshaus des Schießclubs Barum den neuen Etat mit einem Volumen in Ergebnis- und Finanzhaushalt von jeweils mehr als zwei Millionen Euro. Die bevorstehende Herkulesaufgabe, Herrichtung und Umnutzung des ehemaligen Gasthauses Flindt und des dazugehörigen Festsaals, wird sich voraussichtlich erst 2018 richtig bemerkbar machen. Denn noch läuft die europaweite Ausschreibung für das Projekt.

Sowohl Ergebnis- als auch Finanzhaushalt würden nach dem Haushaltsplan 2017 jeweils mit einem Plus abschließen. Im Ergebnishaushalt sind die größten Posten schon automatisch vergeben an Samtgemeindeumlage (445.000 Euro), Kreisumlage (737.600 Euro) bis hin zu den Abschreibungen (206.500 Euro) sowie Personalkosten (369.400 Euro, hauptsächlich für den kommunalen Kindergarten). Später einigte sich der Rat auf eine Prioritätenliste für Maßnahmen zur besseren Oberflächenentwässerung im Rahmen der Unterhaltung (50.000 Euro) und zwar für die Straßen Büntweg in Barum, Barbarossaweg in St. Dionys sowie Uhlenhorst in Horburg.

Im Finanzhaushalt sind unter anderem 299.000 Euro für Investitionen eingeplant, hauptsächlich Baumaßnahmen an verschiedenen Straßen, beispielsweise der Schulstraße. Für Umbau und Umnutzung des Gasthauses Flindt sind für dieses Jahr zunächst nur 100.000 Euro für Planungskosten vorgesehen. Rödenbeck hat ein Fachanwaltsbüro in Hannover beauftragt, für die Gemeinde die europaweite Ausschreibung der ­Architektenleistungen durch­zuführen.

Rödenbeck: „Weil das Verfahren so lange dauert, gehe ich davon aus, dass wir einen Architekten erst im letzten Quartal beauftragen können.“ Damit der erste Spatenstich aber 2018 über die Bühne gehen könne, sei für das nächste Haushaltsjahr per Verpflichtungsermächtigung bereits eine Million Euro vorreserviert, 2019 sollen es dann weitere 1,8 Millionen sein. Dem stehen als Einnahmen Fördermittel aus der Dorferneuerung von maximal 844.343 Euro für das Gasthaus und weitere 500.000 Euro für den Festsaal gegenüber.

Bei den Investitionen werden zudem für 2017 30.000 Euro für den Spielplatz in St. Dionys zur Verfügung gestellt, einen entsprechenden Auftrag an einen Anbieter von Spielgeräten erteilte der Rat im Anschluss. Und 8000 Euro stehen bereit für die von Ratsmitglied Markus Grube (CDU) lange ersehnten Ortsbegrüßungsschilder. Darin seien auch die Kosten für die vom Kreis Lüneburg geforderte Statik und Bauanträge für die Schilder enthalten, berichtete Bürgermeister Rödenbeck.

Die Grundsteuern A und B bleiben mit 425 Prozentpunkten konstant auf vergleichsweise hohem Niveau, der Landesdurchschnitt liegt bei 336 beziehungsweise 351 Prozentpunkten. Dafür hatte die Kommune die Straßenausbaubeitragssatzung vor wenigen Jahren abgeschafft.

Allerdings lag die Gewerbesteuer mit 330 Prozentpunkten zuletzt deutlich unter dem Landesdurchschnitt (343 Prozentpunkte). Um bei der Berechnung der Umlage, die sich am Landesschnitt orientiert, nicht noch als Kommune draufzuzahlen, entschied sich der Gemeinderat für eine moderate Erhöhung. Stellvertretender Bürgermeister Joachim Päper (SPD) sagte: „Es kann nicht sein, dass die Steuerzahler die Gewerbetreibenden subventionieren.“ Mit dem Vorschlag, auf 345 Punkte zu erhöhen, konnten sich SPD und Grüne aber nicht durchsetzen gegen CDU und FDP, die einen Satz von 340 Prozentpunkten favorisierten.

Zuvor hatte der Gemeinderat Bürgermeister Torsten Rödenbeck einstimmig die Entlastung für die Haushaltsjahre 2014 und 2015 erteilt, nachdem das Gremium die Berichte des Rechnungsprüfungsamtes zur Kenntnis genommen hatte. Demnach schloss das Haushaltsjahr 2014 mit einem Plus von rund 436.000 Euro ab, der Etat im Jahr 2015 hingegen mit einem Minus von 17.500 Euro, das aber mit dem Überschuss aus dem Vorjahr ausgeglichen worden sei.

Von Dennis Thomas

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