Stoßen auf den Geburtstag an: Kerstin Löding-Blöhs, Vorsitzende der Alzheimer Gesellschaft Lüneburg, und Sven Hagen, 2. Vorsitzender. Foto: t&w

Vorbildliches Engagement für Demenzerkrankte

Lüneburg. Demenz ist eine Krankheit, die das Leben von einem Tag auf den anderen ändern kann. „Die Betroffenen können alltägliche Dinge nicht mehr ohne Hilfe bewältigen und auch die Angehörigen stehen vor einer schwierigen Situation. Die Alzheimer Gesellschaft Lüneburg hat sich in den vergangenen 20 Jahren vorbildlich engagiert, um Betroffenen und Angehörigen zu helfen und ein großes Netzwerk an Beratungsangeboten aufgebaut. Darauf können Sie stolz sein.“ Das sagte Bürgermeister Eduard Kolle anlässlich der Feier zum 20-jährigen Bestehen der Selbsthilfeorganisation im Gesellschaftshaus der Psychiatrischen Klinik Lüneburg.

Kerstin Löding-Blöhs, Vorsitzende, Gründungsmitglied und Motor der Alzheimer Gesellschaft, begrüßte Mitglieder des Vereins, hauptamtliche Mitarbeiter, Vertreter aus dem sozialen Bereich und Politik sowie ehrenamtliche Helfer – deren Zahl inzwischen auf 150 angewachsen ist und ohne deren Engagement die Vielzahl der Angebote gar nicht möglich wäre. Informieren, kostenlos beraten, unterstützen und die Schulung von Angehörigen, Pflegekräften und Interessierten habe man sich zur Aufgabe gemacht, so Löding-Blöhs.

Verein 2011 von Bundeskanzlerin ausgezeichnet

Der Verein bietet die Betreuung von Tagesgästen sowie stundenweise Betreuung zu Hause an, hat einen Gesprächskreis für Menschen mit beginnender Demenz initiiert, eine Demenz-WG 2014 mit angeschoben sowie spezielle Gottesdienste, und er leistet Öffentlichkeitsarbeit, „um mehr Verständnis für die Erkrankung zu schaffen“, sagte Löding-Blöhs.

Für das Engagement im Themenfeld Demenz wurde der Verein 2011 von dem Berliner Analyse- und Beratungshaus Phineo geehrt, als Finalisten des Wettbewerbs „startsocial“ wurde er von Angela Merkel ausgezeichnet. Bereits viermal wurde die Alzheimer Gesellschaft bei der Förderinitiative „Das tut gut“ der Sparkasse bedacht.

Dr. Jürgen Brommer, Vorsitzender der Alzheimer Gesellschaft Niedersachsen, lobte: „Sie haben hier viel geschaffen und aufgebaut.“ Dabei sei die Netzwerkarbeit vor Ort von großem Wert wie auch der Austausch mit den Gesellschaften auf Bundes- und Landesebene.

Von Antje Schäfer