Sonntag , 1. November 2020
Stadt und Polizei gehen während des Frühlingsmarktes auf den Sülzwiesen gemeinsam gegen Alkoholmissbrauch von Jugendlichen vor. Foto: A/be

Frühlingsmarkt Lüneburg: Jugendliche stehen unter Kontrolle

Lüneburg. Im Kampf gegen Alkoholmissbrauch von Jugendlichen setzen Stadt und Polizei auf Prävention und gehen beim aktuell laufenden Frühjahrsmarkt in Lüneburg gemeinsam auf Streife. Sie wollen Standbetreiber auf den Sülzwiesen und Supermärkte gezielt auf die Einhaltung der Bestimmungen des Jugendschutzgesetzes ansprechen und Jugendliche auf sowie im näheren Umfeld des Frühlingsmarktes aufklären und kontrollieren.

Immer wieder sei bei Veranstaltungen wie auf dem Rummel oder beim Stadtfest zu beobachten, dass Mädchen und Jungen sich betrinken. „Alkoholisierte Jugendliche sind in diesem Zusammenhang oft Opfer, aber auch Täter von Körperverletzungen, Beleidigungen, Sachbeschä­di­gungen und Diebstahl“, verdeutlicht Polizeisprecher Kai Richter. Um nicht nur reagieren zu können, sondern um derartige Auswüchse gar nicht erst entstehen zu lassen, soll es nun verstärkte Kontrollen geben.

Für Eltern kann es teuer werden

Nach dem Jugendschutzgesetz dürfen Jugendliche unter 16 Jahren in der Öffentlichkeit keinen Alkohol trinken, es darf also kein Alkohol an sie abgegeben werden. 16- bis 17-Jährige dürfen Bier, Wein und Sekt, aber keine branntweinhaltigen Getränke zu sich nehmen. Dazu zählen zum Beispiel Alkopops oder auch selbst hergestellte „Mischungen“ mit Korn oder Wodka in Limonadenflaschen oder Tetra-Packs. Tabakwaren sind erst ab dem 18. Geburtstag erlaubt. Auch darauf achten die Polizisten und die Mitarbeiter der Stadt.

„Sollte ein Kind alkoholisiert aufgegriffen werden, müssen die Eltern es selbst abholen. Wenn das nicht möglich ist, können den Eltern anfallende Kosten in Rechnung gestellt werden. So weit wollen wir es gar nicht erst kommen lassen“, sagt Richter. „Eltern möchten wir an ihre Verantwortung und Vorbildfunktion erinnern. Kommen Sie mit Ihren Kindern ins Gespräch und sprechen Sie über verantwortungsvollen Genuss, aber auch über die Gefahren des übermäßigen Konsums von Alkohol.“ lz