Eine Luftaufnahme des Lüneburger Hafens: Die Umsatzahlen sind geringfügig gestiegen. Foto: A/boldt

Umschlag im Lüneburger Hafen legt leicht zu

Lüneburg. Der Güter- und Warenumschlag der Hafen Lüneburg GmbH ist im vergangenen Jahr leicht gestiegen. Im Vergleich zu 2015 hat er um 3,3 Pr ozent auf rund 297  000 Tonnen zugenommen. Für 2016 geht die Gesellschaft von einem Jahresüberschuss von rund 32 000 Euro aus. Das Ergebnis im Vorjahr belief sich auf ein Plus von rund 17 500 Euro.

Die Hafen Lüneburg GmbH bewirtschaftet die Infrastruktur des Binnenhafens am Elbe-Seitenkanal sowie die Lüneburger Industriebahnen und betreibt seit Oktober 2014 auch das operative Hafenumschlagsgeschäft. Gesellschafter sind neben der Osthannoverschen Eisenbahn AG unter anderem die Stadt Lüneburg, die knapp 30 Prozent der Anteile hält, sowie der Landkreis mit 25,1 Prozent.

Hafenbahn wird gut angenommen

Laut Geschäftsführer Lars Strehse haben im vergangenen Jahr 188 Binnenschiffe den Hafen angesteuert und zirka 208 000 Tonnen an Massengut transportiert. Das waren 26 000 Tonnen weniger als im Jahr davor. Gleichzeitig gab es aber eine Steigerung beim Transport von Massengut und Fertigprodukten (zum Beispiel Paletten, Maschinen und Bauteile) mit den Industriebahnen, im Vergleich zu 2015 waren es 35 000 Tonnen mehr (plus 65 Prozent).

In die Grunderneuerung der Industriebahnen hatte die Gesellschaft im Zeitraum von 2014 bis 2016 rund 2,3 Millionen Euro investiert. „Vor allem die Bahnanlage der Hafenbahn, die mit Zügen von bis zu 750 Meter Länge befahren werden kann, wurde nicht nur von ortsansässigen, sondern auch von Unternehmen in der Region zur Abfertigung von Geschäften genutzt“, erläutert Strehse.
Während der Umschlag von Steinen und Erden im vergangenen Jahr zugenommen hat (plus 32 Prozent), er bei den Fertigprodukten sogar um 50 Prozent zulegte, ging er bei landwirtschaftlichen Produkten um 19 Prozent und bei Düngemitteln um 37 Prozent zurück.

Kapazitäten werden weiter erhöht

Bezüglich der Entwicklung des Hafens sieht Strehse gute Perspektiven. Er verweist darauf, dass die Volksbank Osterburg-Lüchow-Dannenberg in enger Zusammenarbeit mit der Hafen GmbH mit dem Neubau einer Düngemittelhalle begonnen hat. „Durch diese Investition werden die bisherigen Kapazitäten der Raiffeisen Getreidelagerhaus Lüneburg-Embsen GmbH – einem Tochterunternehmen der Volksbank – von rund 100 000 Tonnen für Getreide- und Ölsaaten um 32 000 Tonnen für Düngemittel im Hafen erhöht.“ Zudem befinden sich im Eigentum der Stadt noch an der Elso-Klöver-Straße direkt am Hafenbecken ein 1,3 Hektar großes Grundstück sowie ein Hallenkomplex, beides könnte an Unternehmen gehen, die Hafenumschlag verzeichnen.

Von Antje Schäfer