Dienstag , 22. September 2020
Müll sammeln in Kaltenmoor: Auch Quartiersmanager Uwe Nehring (3.v.r.) packt mit an.

Lüneburg: Frühjahrsputz in den Stadtteilen

Lüneburg. Großer Frühjahrsputz in den Stadtteilen. Gleich in drei Vierteln rückten Bürger am Wochenende zum Saubermachen aus. Ein Überblick.

Kaltenmoor

Im Stadtteil Kaltenmoor fanden sich auf dem St.-Stephanus-Platz rund vierzig Bürger zum Müllsammeln ein. Organisiert wurde die Aktion von Quartiersmanager Uwe Nehring und Katja Richter von der GfA Lüneburg. Nachdem die Freiwilligen in Gruppen eingeteilt wurden, zogen sie mit Greifern, Säcken und Handschuhen los, um Straße, Wege und Gestrüpp von störendem Unrat zu befreien. Nach zwei Stunden konnte sich die Ausbeute sehen lassen: Sechs Kubikmeter Müll, verteilt auf drei Container und einem Müllberg vor dem Freibad. „Den muss die GfA hier abholen“, erklärte Uwe Nehring zum Ende der erfolgreichen Aktion.

Auch Großobjekte wie ein Teppich und einige im Wäldchen an der Kurt-Schumacher-Straße entsorgte PC-Drucker wurden gefunden. Höhepunkt der Suchaktion war aber unbestritten der Fund eines mit Holzlatten getarnten Mopeds zwischen den Bäumen. Der Quartiersmanager ist sich sicher: „Hierbei handelt es sich um ein gestohlenes Fahrzeug. Es hatte auch schon ein neues Versicherungszeichen.“ Um diesen Fund der Müllsammelaktion muss sich jetzt aber ausnahmsweise mal nicht die GfA kümmern, sondern die Polizei Lüneburg.

Rekord in Ochtmissen: Rund 60 Helfer kamen, um ihren Stadtteil sauber zu machen. Foto: ina

Hanseviertel

Anwohnerin Renate Niesel-von Northeim rief im Hanseviertel zur kollektiven Müllbeseitigung zwischen Meisterweg und Lübecker Straße auf, doch nur knapp über zwanzig Freiwillige, davon die Hälfte Kinder, kamen als Helfer am Hanseplatz/Ecke Tartuer Straße zusammen. „Das ist ein bisschen enttäuschend“, sagte Olaf Kruse, dessen Haus genau gegenüber dem Treffpunkt steht.
„Wir Nachbarn haben hier seit Silvester schon mehrmals gesammelt, finden aber immer noch Müll und Glasscherben vom Feiern und Ballern.“ Aus diesem Grund will er sich demnächst auch an die Stadt wenden, sein Ziel: ein Verbot von Feuerwerkskörpern zur Jahreswende für ein sauberes Viertel.

Ochtmissen

Spitzenreiter in Sachen Beteiligung war bei der dreifachen Sammelaktion der Trupp des Bürgervereins Ochtmissen. Der Vorsitzende Jens-Peter Hecht kommentierte die Beteiligung von über sechzig Freiwilligen bescheiden: „Seit über dreißig Jahren säubern wir gemeinsam unseren Ortsteil, da ist doch klar, dass wir diesbezüglich langsam Profis sind.“

Besonders freute den Organisator die große Beteiligung der Jugend, darunter die Jugendfeuerwehr, die die Hälfte der Sammler ausmachte. „Drei Container kamen so zusammen“, lautete sein Fazit. Wie in jedem Jahr, gehörten Radkappen und spezielle Funde wie ein Bürostuhl zu den „Trophäen“. Für die kleinen und großen Aufräumer gab’s am Ende als Dankeschön Würstchen und Pommes, gestiftet vom Bürgerverein. ina