Mann im Streit erstochen

Von Carlo Eggeling
Lüneburg. Blutiger Streit am Sonnabendnachmittag in Oedeme: Ein Zeitungsausträger soll einen Anwohner niedergestochen haben. Das Opfer verstarb später. Nach ersten Ermittlungen der Polizei kam es gegen 17 Uhr in einem Wohngebiet zu einem Streit zwischen den beiden Männern, vermutlich nicht zum ersten Mal. Die Situation eskalierte. "Dann soll der 42 Jahre alte Austräger ein Messer gezogen und auf den 51-Jährigen mehrfach eingestochen haben", sagt Polizeisprecherin Antje Freudenberg.

Stiche trafen den Oberkörper. Weitere Verletzungen solle eine Obduktion klären. Anwohner und Angehörige renamierten den zusammengebrochenen Mann, bis der Rettungsdienst und der Notarzt kamen. Der 51-Jährige wurde später notoperiert, doch er erlag seinen schweren Verletzungen.

Die Polizei bestätigt, dass der Sohn des Opfer (23) dazukam, den Angreifer von seinem Vater fortzog, überwältigte und festhielt, bis die Streife kam. Die Beamten nahmen den Beschuldigten mit auf die Wache. Am Sonntag wurde er im Amtsgericht einem Richter vorgeführt, der erließ Haftbefehl. Der Vorwurf lautet auf Mord.

Lünepost-Chef Dieter Borchardt und der Verlag reagieren entsetzt auf die Bluttat: "Wir sind geschockt. Unser Mitgefühl gilt den Angehörigen."

Täter und Opfer sollen laut Polizei mehrfach wegen der Zeitungszustellung aneinander geraten sein. "Es gab in der jüngsten Vergangenheit verbale Streitigkeiten", sagt Antje Freudenberg. Warum die Auseinandersetzungen am Sonnabend tödlich endete und warum der Beschuldigte ein Messer bei sich hatte, müssten die Ermittlungen klären. Dem Austräger sei eine Blutprobe entnommen worden, es gebe aber aktuell noch keinen Hinweis, dass der Mann betrunken war.

lz Lüneburg. Fußgänger auf der Ostumgehung: Offensichtlich hatte ein 52 Jahre alter Mann auf
Grund seiner Alkoholisierung die Orientierung verloren. Hierdurch gefährdete er nicht nur Andere sondern auch sich selbst. Durch eine eingesetzte Streifenwagenbesatzung wurde der Mann zurück in den Innenstadtbereich verbracht.

Polizeibericht

Lüneburg. Sachbeschädigung im Parkhaus: Eine böse Überraschung erlebte eine Fahrzeugeigentümerin als sie am frühen Samstag Abend zu ihrem, in einem Parkhaus abgestellten, Pkw zurück kehrte. Unbekannte hatten offensichtlich den Inhalt eines mit Pulver gefüllten Feuerlöschers über den gesamten Pkw entleert. Ein Zeuge hatte kurz nach dem Vorfall eine Gruppe Kinder aus dem Parkhaus laufen sehen. Ob ein Zusammenhang besteht ist unklar. Ein Strafverfahren wegen Sachbeschädigung wurde eingeleitet.

Den ausführlichen Polizeibericht lesen Sie am Montag in der LZ.