Pendler aus Salzhausen dürfen hoffen. Schnellbusse sollen sie künftig deutlich schneller in die Kreisstadt Winsen bringen. Foto: A/nh

ÖPNV Salzhausen: Bessere Verbindung in die Kreisstadt

Salzhausen. Eine der wichtigsten Busverbindungen in der Samtgemeinde Salzhausen ist die Linie 4406. Die verbindet die meisten Orte mit Winsen (Luhe), wo Pendler dann Anschluss an die Metronom-Züge nach Hamburg haben. Durch die hohe Anzahl an Haltestellen und die damit verbundene lange Fahrzeit bis Winsen, möchte die Samtgemeinde Salzhausen nun beim Landkreis Harburg beantragen, auf der Linie Schnellbusse einzusetzen.

45 Minuten und 10 Haltestellen

Die Linie 4406 fährt von Egestorf kommend über Lübberstedt, Eyendorf nach Salzhausen und von dort weiter über Oelstorf, Gödenstorf, Garlstorf, Toppenstedt, Garstedt und Wulfsen nach Winsen. Da der Bus in Toppenstedt und Winsen jeweils zweimal stoppt, sind es insgesamt zehn Haltstellen, bis der Bus den Knotenpunkt Winsen erreicht. Insgesamt 45 Minuten braucht er von Salzhausen nach Winsen – zu lang findet die Samtgemeinde Salzhausen und möchte deshalb jetzt Schnellbusse. „Die würden dann nur in Garstedt halten. Das würde die Fahrzeit auf 22 Minuten halbieren“, erklärt Samtgemeindebürgermeister Wolfgang Krause.

Die Schnellbusse sollen die jetzigen, stündlichen Fahrten aber nicht ersetzen, sondern ergänzend auf der Linie 4406 hinzukommen – jeweils morgens und abends mindestens zweimal. „Damit möchten wir den ÖPNV attraktiver für die Pendler gestalten, damit die das Auto auch mal stehen lassen“, sagt Krause. „Das würde auch den Pendlern aus Putensen, Lübberstedt und Eyendorf zugutekommen, die mit dem Auto nach Salzhausen fahren und von dort dann schnell nach Winsen kommen könnten.“

Landkreis Harburg muss grünes Licht geben

Um die Idee auch in die Tat umzusetzen, benötigt die Samtgemeinde aber die Zustimmung des Landkreises Harburg. Der ist zuständig für die Ausgestaltung und Finanzierung von Busverkehren im Kreisgebiet. Der vor kurzem aufgestellte Entwurf des vierten Nahverkehrsplanes dient dem Landkreis als Steuerungs- und Planungsinstrument und verfolgt die Weiterentwicklung des öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) auch in den Gemeinden. Diesen bietet der Kreis die Möglichkeit, über eine Stellungnahme Änderungs- und Ergänzungswünsche oder Verbesserungsvorschläge zu machen, die nach Prüfung der Umsetz- und Finanzierbarkeit in den Nahverkehrsplan aufgenommen werden können.

Bei seiner jüngsten Sitzung am Montag hat der Gemeinderat Salzhausen bereits die Antragsstellung beschlossen. Nun fehlt nur noch grünes Licht seitens des Samtgemeinderates. Das könnte es nach dessen Ratssitzung heute um 19.30 Uhr im Gasthof Vossbur in Tangendorf geben: „Ich gehe davon aus, dass das positiv diskutiert wird“, sagt Verwaltungschef Krause.

Sollte der Antrag eingereicht werden, wird der Landkreis entscheiden, ob, für wie viel Geld und wann die Pläne umgesetzt werden könnten. „Danach entscheidet der Samtgemeinderat, ob wir das so machen wollen. Angedacht ist dann eine zweijährige Testphase, um zu sehen, ob das angenommen wird“, erklärt Krause das weitere Prozedere.

Von Patricia Luft