1600 und weitere 325 Euro für die Fahrradwerkstatt der Willkommensinitiative: (v.l.) Karl-Günter Lange und Monika Scherf von der Lions-Stiftung, Sven Diederichs, BBS-Schülerin Finja Gentz und Aras Lauruz, der regelmäßig in der Werkstatt aushilft. Foto: t&w

Spende für die Fahrradwerkstatt der Willkommensinitiative

Lüneburg. 300 Spendenräder hat die Fahrradwerkstatt der Willkommensinitiative bereits an Flüchtlinge herausgegeben, zudem rund 900 Reparaturen vorgenommen. Jetz t ist der Arbeitskreis samt Werkstatt umgezogen, in den ehemaligen Lagerraum der Kleiderkammer auf dem Kasernengelände an der Bleckeder Landstraße. Damit es in den neuen Räumen auch vernünftig weitergehen kann, hat die Stiftung des Lions Clubs Lüneburg das Projekt jetzt mit 1600 Euro unterstützt.

Stiftungsvorsitzende Monika Scherf: „Es ist für die Integration wichtig, Fahrrad fahren zu können. Für die Geflüchteten ist es ein kleiner Mosaikstein.“ Kollege Karl-Günter Lange begründet die Unterstützung vor allem damit, dass die Fahrradwerkstatt ein nachhaltiges Projekt „mit Entwicklungspotenzial“ sei. „Wir haben ja schon so manches Flüchtlingsprojekt unterstützt und wollen das auch weiterhin tun.“

Auf Spendenräder angewiesen

Sven Diederichs von der Willkommensinitiative freut sich über die Finanzspritze, hat sie auch schon direkt investiert. In vier Montageständer und entsprechende Werkzeuge, mit denen Ketten- und Achsmontagen durchgeführt werden können. Weitere 325 Euro hat die Werkstatt von der Berufsbildenden Schule I erhalten. Schüler haben im Rahmen einer Projektarbeit eine Kooperation mit der Willkommensinitiative geschlossen und einen Flohmarkt veranstaltet. Die Standgebühren und Einnahmen aus Kaffee- und Kuchenverkauf haben die Schüler dem Fahrrad-Projekt gespendet. Diederichs hat mit dem Geld vor allem die Kosten für die Elektrik im neuen Werkstattraum zahlen, zudem weitere Werkzeuge kaufen können.

Doch damit all das auch zum Einsatz kommt, ist die Fahrradgruppe der Initiative, die sich seit 2009 in Lüneburg mit verschiedenen Projekten für Geflüchtete einsetzt, natürlich auf Spendenräder angewiesen. Regelmäßig kommen Fahrradreste von der Werkstatt „Rad am Bahnhof“, die auch die umliegenden Radspeicher betreibt. Aber auch Privatspender melden sich oft, erzählt Sven Diederichs. „Nur, wenn man da nicht selbst hinfährt, bleibt es häufig bei den telefonischen Zusagen.“

▶Wer das Projekt mit Fahrradspenden unterstützen möchte oder als Hobbyschrauber mithelfen will, kann sich per E-Mail unter fahrrad@willkommensinitiative.de an die Gruppe wenden. ap