Sonntag , 20. September 2020
Hans-Hermann Fricke zeigt den Besuchern die Schätze des Rathauses. Foto: be

In Lüneburg purzeln gleich mehrere Rekorde

Von Alexander Hempelmann
Lüneburg. Die einen schätzen die historischen Giebelhäuser in der Altstadt, die anderen wollen die Rote-Rosen-Heimat mal persönlich ken nenlernen, wieder andere möchten eine Heide-Wanderung mit einem Stadtbummel kombinieren: Lüneburg ist bei Touristen enorm beliebt. Und die Zugkraft reißt nicht ab, im Gegenteil: Die Lüneburg Marketing GmbH jubelt gleich über mehrere neue Rekorde, denn das Jahr 2016 war besser als alle anderen zuvor.

Der Städtetourismus boomt generell, davon profitiert Lüneburg: Die Zahl der Gästeankünfte lag im vorigen Jahr mit 164 845 noch einmal um 7,3 Prozent über dem bisherigen Spitzenwert von 2015. Und auch bei den Übernachtungen legte die Hansestadt zu: 334 175 waren es laut Landesamt für Statistik im vergangenen Jahr – das bedeutet ein Plus von 4,8 Prozent.

„Ein Grund für den starken Zuwachs liegt sicherlich auch in der steigenden Bedeutung des Deutschlandtourismus aufgrund der unsicheren politischen Lage in bevorzugten Reiseländern“, vermutet Claudio P. Schrock-Opitz, Geschäftsführer der Lüneburg Marketing GmbH. Vor allem in den Monaten Mai bis Oktober 2016 verzeichnete die Hansestadt einen starken Besucherstrom. Auffällig war außerdem der Dezember mit einem Plus von 9,0 Prozent. „In der Vorweihnachtszeit zieht natürlich unser Produkt ,Weihnachtsstadt Lüneburg‘ mit seinen zahlreichen Besonderheiten immer wieder neue Gäste“, ist Schrock-Opitz überzeugt.

Zahl der Touristen aus dem Ausland nimmt weiter zu

Lüneburg lockt längst auch über Ländergrenzen hinweg. Die Zahl der Touristen aus dem Ausland hat weiter zugenommen, und zwar um 6,8 Pozent. Beliebt ist die Hansestadt vor allem bei Dänen (5408 Ankünfte), dicht gefolgt von den Niederländern (3307) und den Schweden (2420).

Aus Sicht von Schrock-Opitz hat sich dabei auch die Marketing-Kooperation mit den Städten Braunschweig, Celle, Göttingen, Goslar, Hameln, Hannover, Hildesheim und Wolfenbüttel sowie mit der Autostadt Wolfsburg ausgezahlt, sie werben mit einem gemeinsamen Auftritt in den europäischen Nachbarländern.

Schrock-Optitz sagt: „In Spitzenzeiten gibt es in Lüneburg kaum noch freie Zimmerkapazitäten, das ist ein erfreuliches Ergebnis für die Hansestadt.“ Gleichzeitig aber ist das auch ein Hinweis, dass Lüneburg zumindest im Sommer ein weiteres Hotel locker vertragen könnte.

Die steigenden Besucherzahlen machen sich auch bei den Stadtführungen bemerkbar. 5272 Gruppen ließen sich im vergangenen Jahr die schönsten Seiten der Stadt zeigen. Das ist ein Plus von stolzen 10,6 Prozent. Ebenso erfreut sich das Lüneburger Rathaus wachsender Beliebtheit. 23 021 Gäste nahmen 2016 an einer Führung durch die Räume des Verwaltungssitzes teil, das ist ein Rekordzuwachs von 22,41 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.