Der ehemalige Hells-Angels-Boss Frank Hanebuth könnte vor dem Lüneburger Landgericht im laufenden Prozess gegen die Russenmafia aussagen. Foto: A/be

Frank Hanebuth als Zeuge in Lüneburg?

Lüneburg. Im Mammut-Prozess gegen die Russenmafia am Landgericht Lüneburg könnte demnächst ein prominenter Zeuge auftauchen: Frank Hanebuth, früherer Chef der berüchtigten Rocker „Hells Angels“. Das berichtet die Bild-Zeitung.

Der Prozess läuft bereits seit zwei Jahren, annähernd 150 Prozesstage sind absolviert, ein Ende ist noch immer nicht absehbar. Angeklagt sind sechs mutmaßliche Mitglieder der kriminellen Organisation „Diebe im Gesetz“ aus dem Raum Hannover. Eben dort war lange Zeit auch der Wirkungskreis von Frank Hanebuth. Möglicherweise gab es Kontakt zwischen den Angeklagten und dem früheren Höllenrocker.

Frank Hanebuth in Spanien im Gefängnis

Laut Bild habe der Kronzeuge (36) im Verfahren behauptet, einer der Angeklagten sei Chef einer sechsköpfigen Schläger-Truppe gewesen. In einem Lokal in Hannover habe die Truppe den Kronzeugen mit dem damaligen „Hells Angels“-Boss bekannt gemacht. Die Verteidigung bezweifelt das. Das Landgericht muss nun in Kürze darüber entscheiden, ob Frank Hanebuth vernommen werden soll. Das könnte ein Problem werden, denn aktuell sitzt der in Spanien hinter Gittern. red