Barums Bürgermeister Torsten Rödenbeck freut sich über den nächsten Förderbescheid für das Gasthaus-Ensemble. Diesmal gibt es Geld für die Sanierung des Festsaals. Den Bescheid überreicht Landesbeauftragte Jutta Schiecke. Foto: dth

Gemeinde Barum erhält weitere 500.000 Euro

Barum. Es war gestern wie ein Déjá-vu, aber nun ist das Triple perfekt: Innerhalb weniger Monate hat die Gemeinde Barum den dritten Förderbescheid im Rahmen der Dorferneuerung erhalten, die sich allesamt um den Barumer Ortskern mit dem ehemaligen Gasthaus Flindt ranken. Bürgermeister Torsten Rödenbeck hatte darauf gehofft, und nun überbrachte Jutta Schiecke, Leiterin des Amts für regionale Landesentwicklung (ArL), die gute Nachricht persönlich in Form eines Förderbescheides über rund eine halbe Million Euro für den Umbau des alten Festsaals des ehemaligen Gasthauses.

Anlässlich der offiziellen Übergabe des heiß ersehnten Förderbescheids hatten sich gestern neben verschiedenen Ratsmitgliedern auch die Landtagsabgeordnete Andrea Schröder-Ehlers (SPD) sowie ihr möglicher Gegenkandidat im Wahlkreis Lüneburg, Niels Webersinn (CDU), in Barum eingefunden. Schiecke hob hervor, dass das Dorferneuerungsprogramm in Barum ohnehin etwas Besonderes sei, da es sich im Verbund mit Oldershausen über eine Kooperation über Landkreisgrenzen hinweg handele. Dabei zählt die Gemeinde Barum zu den großen Gewinnern, die von der Förderung des Landes aus Mitteln der Europäischen Union profitieren.

Barum ist ein großer Gewinner der Dorferneuerung

Wie berichtet, hatte die Gemeinde im vergangenen Herbst bereits einen Förderbescheid über rund 260.000 Euro erhalten, um die Dorfstraße zu sanieren, in der das Gasthaus Flindt steht. Das ehemalige Gasthaus selbst, das die Gemeinde jüngst erworben hatte, soll für Wohn- und Fremdenverkehrszwecke sowie Gastronomie umgebaut und erneuert werden. Dafür gab es kurz vor Weihnachten den zweiten Förderbescheid über maximal 844.000 Euro bei Gesamtausgaben von mehr als 1,3 Millionen Euro. Die Zuwendungen müssen bis Ende Januar 2018 verwendet und nachgewiesen werden.

Und jetzt also der dritte Förderbescheid für den Saal, zur Förderung einer umfangreichen Sanierung außen wie innen. So soll beispielsweise die hölzerne Kassettendecke im Saal entfernt und das alte Deckengewölbe wieder freigelegt werden.
Der Saal war bis zur Schließung der Gaststätte ein wichtiger Ort für gemeinschaftliche Veranstaltungen. Jutta Schiecke sagte: "Es ist wichtig, dem Verlust solcher Begegnungsstätten entgegenzuwirken. Und hier wird auch deutlich, dass sich die Bürger und die Gemeinde für den Erhalt besonders engagieren."

Anwalt bereitet europaweite Ausschreibung vor

Bürgermeister Torsten Rödenbeck betonte: "Ohne die Unterstützung mit Fördermitteln wären solche Projekte gar nicht denkbar." ArL-Leiterin Schiecke erwiderte: "Dafür sind wir doch da." Aufgrund des Auftragsvolumens des Gesamtvorhabens von mehr als einer Million Euro werde die Gemeinde laut Rödenbeck nun ein Anwaltsbüro beauftragen, das die europaweite Ausschreibung des Projekts vorbereiten soll.

Von Dennis Thomas