Großeinsatz auf der A39 in Fahrtrichtung Lüneburg auf der Höhe Bardowick: Rund 30 Einsatzfahrzeuge waren an der Unfallstelle. Foto: be

Schwerer Unfall auf der A39

Lüneburg/Handorf. Pendler brauchten heute Morgen im Berufsverkehr starke Nerven. Grund war ein schwerer Unfall auf der A39 in Fahrtrichtung Lüneburg, zwischen Handorf und Lüneburg-Nord war die Fahrbahn für mehrere Stunden voll gesperrt. Laut Angaben der Polizei kam es zu einem Rückstau, der in der Spitze sechs Kilometer erreichte.

Ätzende Flüssigkeit an Bord

Der 27-Jährige Fahrer eines VW Caddy hatte am frühen Morgen bei einem Ausweichmanöver die Kontrolle über seinen Wagen verloren und war in eine Leitplanke gerast.  Als die Polizei vor Ort eintraf, stellten die Beamten fest, dass mehrere Kanister mit insgesamt rund 20 Litern ätzendem Reinigungskonzentrat auf der Ladefläche des Transporters undicht geworden waren. Die Flüssigkeit lief durch den Unterboden des Fahrzeuges auf die Fahrbahn. Der Bereich wurde abgesperrt und weitere Feuerwehr-Fahrzeuge aus dem Landkreis Lüneburg nachalarmiert.

Einsatz für den Gefahrgut-Zug

"Insgesamt waren wohl 30 Fahrzeuge vor Ort", schätzt Andreas Apeldorn, Kreispressewart der Feuerwehr, der selbst um 6.52 Uhr einen Notruf erhielt und wie viele Einsatzkräfte ein Problem hatte, zur Unfallsstelle zu kommen, weil die Autofahrer keine Rettungsgasse gebildet hatten. Am Anfang sei es außerdem schwer gewesen, die ätzende Flüssigkeit an Bord des Fahrzeuges zu lokalisieren. "In solchen Fällen alarmieren wir unseren ABC-Zug und den Gefahrgut-Zug. Das sind Spezialisten, die aus dem ganzen Landkreis kommen und sich an einem Punkt sammeln." Erst später habe sich rausgestellt, dass es sich um eine hochkonzentrierte Reinigungsflüssigkeit handelte. "Aber auch die kann die Luft verätzen und bei Menschen Schäden an den Atmungsorganen hervorrufen", warnt Apeldorn. Die ausgetretene Flüssigkeit wurde verdünnt und damit unschädlich gemacht

Stau auch auf den umliegenden Straßen

Die Fahrbahn konnte laut Angaben der Polizei um 9.20 Uhr wieder freigegeben werden. Bis der Verkehr ohne Probleme fließen konnte, dauerte es allerdings einige Zeit. Auch auf den umliegenden Strecken rund um Bardowick und Vögelsen ging zeitweise gar nichts mehr. Stundenlang kam der Berufsverkehr dort nur stockend voran. gae