Freitag , 30. Oktober 2020
Mehr als Tempo 70 geht wirklich nicht auf der Kreisstraße 31 zwischen Bardowick und Wittorf, die 2017 und 2018 saniert werden soll. Foto: t&w

Kreisstraße 31: Ende der Rumpelstrecke

Lüneburg. Sie ist ein Dauerbrenner, wenn es darum geht, dass Kraftfahrer in der Region über marode Straßen schimpfen – die Kreisstraße 31 zwischen Bardowick und Wittorf. Ab dem kommenden Jahr soll die Betonpiste gründlich saniert werden, die Planungen dafür laufen auf Hochtouren.

Die Sanierung der K 31 ist eines der großen Bauprojekte an Kreisstraßen, das der Eigenbetrieb Straßenbau- und Unterhaltung (SBU) des Landkreises Lüneburg im kommenden Jahr vor hat. „Diese Maßnahme liegt uns wirklich am Herzen, die Bürgerbeschwerden über den Zustand der Straße waren nachvollziehbar“, erklärt SBU-Leiter Jens-Michael Seegers, der auch zugibt, dass Reparaturmaßnahmen an der Straße nichts gebracht haben.

Die gesamten Straßenbaumaßnahmen für das kommende Jahr will Seegers am Mittwoch, 1. Februar 2017, in der Sitzung des Betriebs- und Straßenbauausschusses des Kreistags vorlegen.
Die Maßnahme zwischen Bardowick und Wittorf soll in zwei Abschnitten, in den Jahren 2017 und 2018, durchgeführt werden. „In einem Jahr schaffen wir das nicht“, erklärt Frank Tippe, Bereichsleiter Straßenplanung und -bau beim SBU und verantwortlich für das Projekt. Für die Sanierung der Strecke von insgesamt rund 3,4 Kilometern veranschlagt der Eigenbetrieb des Keises Kosten von 1,2 Millionen Euro.

„Der Baubeginn ist für Mai oderJuni geplant.Wir werdendie Anlieger rechtzeitig informieren.“
Frank Tippe, Projektleiter

Im kommenden Jahr soll ein Abschnitt von 2,5 Kilometern, von der Mühlenstraße in Bardowick bis zum Ortseingang Wittorf erneuert werden. „Der Baubeginn ist für Mai oder Juni geplant“, sagt Frank Tippe. Teilweise müsse der Abschnitt auch voll gesperrt werden. „Wir werden die Anlieger rechtzeitig informieren.“
In diesem Abschnitt liegen auch die wohl aus den 1950er-Jahren stammenden Betonplatten, die sich in den zurückliegenden Jahrzehnten verschoben hatten und besonders unangenehm zu befahren waren. Die Platten werden zertrümmert, eine 16 Zentimeter dicke Asphaltschicht wird aufgebracht – und soll für ein neues Fahrgefühl, aber auch für weniger Lärm, sorgen. Grob geschätzt „dreieinhalb Monate“ sollen die Bauarbeiten dauern.

Der zweite Abschnitt, der im Jahr 2018 erledigt werden soll, ist zwar mit rund einem Kilometer wesentlich kürzer, aber auch aufwändiger: die Ortsdurchfahrt Wittorf, für die rund acht Monate Bauzeit veranschlagt werden. Hier soll unter anderem auch die Kanalisation erneuert werden. Auf der gesamten Strecke werden auch vier Bushaltestellen behindertengerecht ausgebaut, sagt Jens-Michael Seegers.

Der Landkreis Lüneburg wird die Gesamtkosten für die Sanierung nicht allein tragen müssen: Von den 1,2 Millionen Euro dürften rund 600 000 Euro aus Landesmitteln, auf der Grundlage des Niedersächsischen Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetzes, fließen. Der Förderantrag wird Anfang des Jahres gestellt.
Im Blick haben die Planer beim Eigenbetrieb Straßenbau- und Unterhaltung besonders auch die schnurgerade Strecke im Bereich der Ortsdurchfahrt Wittorf, die 2018 erledigt werden soll. „Neue Straßen verleiten dazu, schnell zu fahren“, weiß Bereichsleiter Tippe. Deshalb soll es, in Absprache mit Verkehrsbehörde, Unfallkommission und Polizei, zwei Fahrbahnverengungen in der Ortsdurchfahrt geben.

Von Ingo Petersen