Samstag , 31. Oktober 2020
Ein Kondolenzbuch für die Opfer von Berlin liegt im Rathaus der Hansestadt Lüneburg aus. Landrat Manfred Nahrstedt und Oberbürgermeister Ulrich Mädge waren die ersten, die unterschrieben haben. Foto: Hansestadt Lüneburg

Weihnachtsmärkte bleiben geöffnet, aber ohne Musik

sp Lüneburg. Die Weihnachtsmärkte in Lüneburg bleiben auch nach dem Anschlag in Berlin weiterhin geöffnet. Die Hansestadt Lüneburg hat sich intensiv mit der Polizeiinspektion Lüneburg-Lüchow-Dannenberg über die aktuelle Sicherheitslage ausgetauscht und sich dazu entschieden, der Empfehlung des Bundesinnenministeriums zu folgen, die Weihnachtsmärkte geöffnet zu lassen. Der Schaustellerverband Lüneburg und Umgebung e.V. hat unterdessen beschlossen, auf dem Weihnachtsmarkt vor dem Rathaus das tägliche Musikprogramm mit Trompeter und Chor zu streichen. Ebenso handhaben es die Organisatoren des Weihnachtsmarktes vor St. Johannis. Um 18 Uhr ist eine Schweigeminute vorgesehen, der Verkauf wird eingestellt.

Die Polizeiinspektion schätzt die Lage für Lüneburg analog zu anderen Orten in Niedersachsen so ein: „Es besteht eine abstrakt hohe Gefährdungslage, ohne konkrete Anhaltspunkte auf ein gefährdungsrelevantes Ereignis.“ Weiter sagt Pressesprecher Kai Richter: „Wir werden die Lage genau beobachten und vor allem auch auf dem Weihnachtsmarkt vor dem Lüneburger Rathaus die Polizeipräsenz erhöhen, um das Sicherheitsempfinden der Besucher zu verstärken. Alle unsere Beamtinnen und Beamten sind besonders sensibilisiert.“

Flaggen auf halbmast gehisst

Die Hansestadt Lüneburg stimmt sich eng ab mit der Polizei über alle nötigen Schritte. Markus Moßmann, Dezernent für Sicherheitsfragen bei der Hansestadt Lüneburg, sagt: „Die Polizei ist die zuständige Instanz, wir haben 100-prozentiges Vertrauen in ihre Arbeit und tragen alle Entscheidungen mit.“ Hansestadt und Polizei bitten alle Besucher des Weihnachtsmarktes nach wie vor aufmerksam zu sein, wenn sie die Märkte vor Ort besuchen und verdächtige Beobachtungen an die Polizeistreifen vor Ort weiterzugeben.

Die Weihnachtsmärkte vor dem Rathaus und vor St. Johannis dauern noch bis Freitag, 23. Dezember, an. Die Stände am Sande bleiben noch bis einschließlich 30. Dezember geöffnet.

Vor dem Rathaus (Eingang K) sind die Flaggen als Zeichen der Anteilnahme auf halbmast gehisst, ebenso wie auf anderen öffentlichen Gebäuden.

Die Hansestadt Lüneburg hat im Rathaus ein Kondolenzbuch ausgelegt. Oberbürgermeister Ulrich Mädge und Landrat Manfred Nahrstedt waren die Ersten, die ihre Gedanken an die Angehörigen der Opfer in Berlin darin in Worte fassten.