Sonntag , 25. Oktober 2020
Oberbürgermeister Ulrich Mädge (rechts) und Avacon-Technikvorstand Dr. Stephan Tenge. Foto: sp

Weitere Ladesäule für Elektroautos

ap Lüneburg. An immer mehr Standorten entstehen Ladestationen für Elektrofahrzeuge. Allein in der Stadt sind im vergangenen halben Jahr sechs neue Säulen ans Netz gegangen (siehe Infobox). Oberbürgermeister Ulrich Mädge hat jetzt mit der Avacon Natur eine weitere Stromtankstelle auf dem Marienplatz in Betrieb genommen. In Stadt und Kreis ist das die Nummer 17. Parallel dazu nimmt die Zahl der Autos zu, die mit Strom fahren.

Zwei Stunden lang können die Elektroautos auf dem Marienplatz kostenlos parken, in dem Zeitraum an der Ladesäule auftanken. Die Testphase läuft bis Jahresende, bis dahin ist der Strom kostenlos. Anschließend kann dieser per SMS, mit einer speziellen Karte oder über eine Internetseite bezahlt werden. Ein Ladeplatz kann per App reserviert werden. Die Tankkosten liegen ab 2017 bei 30 Cent pro Kilowattstunde.

Ladesäule am Marienplatz

„Der Marienplatz ist einer der meist frequentierten Parkplätze in der Stadt“, begründet Avacon-Technikvorstand Dr. Stephan Tenge die Standortwahl. „Wir wollen weitere Parkplätze versorgen, planen daher, im nächsten Jahr fünf weitere Ladesäulen aufzustellen. Experten erwarten, dass die Zulassungszahlen für Elektrofahrzeuge in den nächsten Jahren deutlich anziehen werden.“

In Stadt und Landkreis Lüneburg hat sich in den vergangenen Monaten auch etwas getan. Seit April wurden 64 neue Elektrofahrzeuge zugelassen, darunter sind auch Autos gefasst, die nur teilweise strombetrieben sind. Waren es zuvor noch 333, sind es nun 397 Autos, teilt Landkreis-Sprecher Hannes Wönig mit. Die Zahl der reinen Elektro-Autos ist auf 99 angestiegen, im April waren es 79.

Elektromobilität bietet großes Potenzial

Oberbürgermeister Mädge sagt: „Elektromobilität ist eine der Antworten auf die Klimaentwicklung, die Stadt hat es sich zur Aufgabe gemacht, Mobilität zu fördern.“ Deshalb habe man in der Vergangenheit auch kostenlose Parkplätze für E-Fahrzeuge eingeführt. Um auch genügend Strom zur Verfügung zu stellen, plane man zurzeit in jedem Neubaugebiet, an jeder Sparkassen-Filiale und an den vier Heizwerken der Avacon, angefangen im Hanseviertel, Ladesäulen. Im Klosterhof sei für 2018 eine Station vor allem für E-Fahrräder geplant. „Wir wollen ja auch weniger Verkehr, deshalb müssen wir die Stadt auch für E-Bikes ausbauen“, ergänzt Mädge.

Eine Ladesäule für Pedelecs bietet auch die Universität seit Oktober an. Sie war gemeinsam mit zwei Stationen für Elektroautos ans Netz gegangen. Reger Betrieb herrscht da noch nicht. „Der Markt wächst langsam“, sagt Oliver Steinke, Vertriebsmanager beim verantwortlichen Energieanbieter Lünestrom. Sechs Nutzer hätten sich dort bislang registriert, ihre Fahrzeuge insgesamt 60 Stunden aufgeladen. 20 Tankkarten, die Lünestrom kostenlos zur Verfügung stellt, wurden an die Uni herausgegeben. Pressesprecher Henning Zühlsdorff teilt mit, dass bislang erst zwei Karten vergeben wurden.

Informationen über E-Tankstellen in der Umgebung sind auf dem Energie-Portal des Landkreises unter www.landkreis-lueneburg.de zu finden.

Neue Stationen

Stadt Lüneburg
Parkhaus Stadtmitte, Bei der Ratsmühle: Tanken umsonst, aber Parkhaus kostenpflichtig
Marienplatz: Bis Ende 2016 kostenfrei, danach Avacon-Nutzerkarte (Kontakt: 04131/70431539)
Systemhaus Janott, Georg-Leppien-Straße: Ladekarte erforderlich
Universität, Parkpalette vor Gebäude 1: Ladekarte
Universität, Parkplatz vor Gebäude 14: Ladekarte
Edeka Bergmann, Sülztorstraße: Kunden tanken kostenlos
(BBS II/Georg-Sonnin-Schule, Am Schwalbenberg: für Januar 2017 geplant)
Landkreis
Autohaus Plaschka, Lüneburger Straße in Amelinghausen (auf dem Gelände der Shell-Tankstelle): Laden kostenlos