Sonntag , 25. Oktober 2020
Deutlich aufgestockt werden soll in den kommenden Jahren die Mitarbeiterzahl des Wasser- und Schifffahrtsamtes Lauenburg. Dafür wird ein Anbau erforderlich. Foto: tja

Schifffahrt: Lauenburger Behörde wird aufgestockt

Lauenburg. Jetzt kann es losgehen: Beim Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt (WSA) am Dornhorster Weg sollen schon im kommenden Jahr die ersten 20 zusätzlichen Jobs geschaffen werden. Die dafür benötigten finanziellen Mittel stellte der Haushaltsausschuss des Bundestags für die Behörde jetzt bereit. Vor allem Ingenieure sollen eingestellt werden, damit der auf den Weg gebrachte Ausbau des Elbe-Lübeck-Kanals geplant werden kann.

Ingeniere werden für Kanalausbau gebraucht

Der Haushaltsausschuss des Bundestages hatte in der Nacht zu Freitag den Einzelplan für Verkehr und digitale Infrastruktur abschließend in seiner sogenannten „Bereinigungssitzung“ beraten. „Nachdem wir im Bundesverkehrswegeplan bereits 838 Millionen Euro für den Ausbau des Elbe-Lübeck-Kanals vorgesehen und damit ein gigantisches Wirtschaftsförderungsprogramm für die gesamte Region geschaffen haben, konnte ich nun die Kollegen im Haushaltsausschuss auch überzeugen, die erste Tranche der erforderlichen Arbeitsplätze zur Verfügung zu stellen“, berichtet der CDU-Bundestagsabgeordnete Norbert Brackmann. Der Lauenburger arbeitet im Haushaltsausschuss mit.

„So kann kurzfristig mit den Planungsarbeiten am Elbe-Lübeck-Kanal begonnen werden“, sagt Brackmann. Denn bereits vor wenigen Wochen waren in einem ersten Schritt zusätzlich zehn Millionen Euro für Planungsarbeiten in den Bundeshaushalt eingestellt worden.

Neuer Studiengang an Universität der Bundeswehr

Das WSA Lauenburg wird in der Spitze insgesamt 134 zusätzliche Vollzeitstellen erhalten. Um die künftig deutlich erhöhte Zahl der Mitarbeiter unterbringen zu können, soll das Gebäude am Dornhorster Weg einen Anbau erhalten. Bis zur Baufertigstellung können bis zu drei Jahre vergehen, übergangsweise sollen deshalb Container aufgestellt werden. „Wir wollen auf die In­frastruktur des WSA, sowohl in personeller als auch technischer Hinsicht, zurückgreifen“, so Brackmann.

Um dem bereits akuten Fachkräftemangel entgegenzuwirken gehört zu den gefassten Beschlüssen auch ein vollständig neuer Studiengang Bauingenieurwesen an der Universität der Bundeswehr Hamburg, Helmut-Schmidt-Universität. Dafür wurden elf Professorenstellen mit entsprechender Ausstattung, wissenschaftlichem sowie Laborpersonal in den Haushaltsetat eingebracht. „Das ist unsere Antwort auf die Entwicklung, dass immer weniger ausreichend geeignete Bewerber für die Laufbahnen des gehobenen und des höheren technischen Dienstes gewonnen werden können“, erklärt Brackmann. Schwerpunkte des Ingenieurstudiums sollen vorrangig im Verkehrswegebau liegen, also im Straßen-, Wasserstraßen-, Eisenbahnstraßen- und Brückenbau.

Von Timo Jann