Freitag , 30. Oktober 2020
Die Graffiti-Künstler Hendrik Uterwedde (vorne) und Daniel Siering aus Potsdam zaubern eine Waldlandschaft samt Wolf auf die Trafostation an der Soltauer Straße. Foto: be

Graffiti auf dem Stromhäuschen

Lüneburg. Das triste Grau des Trafohäuschens an der Soltauer Straße in Höhe der Jugendherberge ist verschwunden. Die Graffiti-Künstler Daniel Siering und Hendrik Uterwedde aus Potsdam zauberten jetzt mit Dutzenden von Spraydosen eine Waldlandschaft aufs Häuschen, passend zum an die Station angrenzenden Waldstück. Dazu gehören auch Motive von Waldtieren, selbst der Wolf lässt sich so in Lüneburg blicken.

Die Avacon als Auftraggeber hat in den vergangenen vier Jahren rund 250 Stationen von Fassaden-Künstlern der Potsdamer Firma art-efx verschönern lassen. Die Waldlandschaft ist das dritte Motiv in Lüneburg. An der Uelzener Straße macht das Motiv Lust auf einen Salü-Besuch, die Station Am Ebensberg erinnert an den früheren OHE-Personenverkehr auf der Strecke Lüneburg-Bleckede. „Wesentliches Merkmal der Verschönerungsaktion ist es, dass die Kommunen bei der Motivwahl freie Hand haben und beispielsweise örtliche Bezüge herstellen oder unkonventionelle Ideen umsetzen können“, sagt Avacon-Mitarbeiter Matthias Klepsch: „So haben wir schon ganz unterschiedliche Motive realisiert, von einem Feuerwehrauto über die Pferdebox bis hin zu einem Ernteeinsatz der Landwirte wie an der Celler Landstraße in Drögennindorf.“

Für Daniel Siering und Hen­drik Uterwedde war die Aktion an der Soltauer Straße bereits der dritte Einsatz binnen kürzester Zeit: In der vergangenen Woche bot in Adendorf das Eisstadion mit einem Eishockeyspieler das passende Motiv, Bardowick hat dann einen Tag später einen Dauer-Gemüsestand an der Station Auf der Worth, der Werbung für das Bardowicker Gemüse macht. Laut Corinna Hinkel, Sprecherin der Avacon AG, gibt es im Landkreis Lüneburg bereits 15 gestaltete Avacon Stationen.

Von Rainer Schubert