Sonntag , 27. September 2020
Die Uelzener Eisenbahngesellschaft Metronom hat wegen mehrerer Krankheitsfälle von Lokführern und defekter Loks mit Problemen zu kämpfen. Vor allem Pendler sind unzufrieden, wie es weitergeht, dazu gibt es aktuell keine Informationen. Foto: t&w

Metronom verwirrt Kunden

Lüneburg/Uelzen. Der Metronom auf Tauchstation? Wegen zahlreicher Krankheitsfälle und zwei defekter Loks hatte die Eisenbahngesellschaft mit Sitz in Uelzen für die Zeit vom 17. bis 28. Oktober einen eingeschränkten Fahrplan angekündigt, unter anderem zwei Verbindungen zwischen Lüneburg und Hamburg sowie eine zwischen Hamburg und Lüneburg gestrichen (LZ berichtete). Die zwei Wochen sind am vergangenen Freitag, 28. Oktober, abgelaufen doch Einschränkungen scheint es nach wie vor zu geben.

Personalprobleme scheinen nicht behoben

Erneut wegen fehlenden Personals wurde am Montag, 31. Oktober, zusätzlich die Verbindung zwischen Lüneburg und Hamburg mit Abfahrt um 8.04 Uhr kurzfristig gestrichen. Immerhin: Der in der Zeit vom 17. bis 28. Oktober ausgefallene Zug zwischen Hamburg und Lüneburg um 19.03 Uhr sollte gestern fahren. Über aktuelle Verbindungen informiert Metronom im Internet unter www.der-metronom.de und auch auf Facebook und über Twitter (@metronom4me). Eine Kunden-Hotline gibt es unter Tel.: (0581)97164164.

Ob und inwieweit die Probleme der vergangenen Wochen grundlegend behoben sind, darüber war von Metronom trotz zahlreicher Kontaktversuche weder am Montag noch am vorigen Donnerstag und am Freitag etwas zu erfahren. Auch auf der Internetseite des Unternehmens gab es dazu keine Informationen.

Für Verwirrung dürfte auch ein Bericht in der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung vom vergangenen Donnerstag gesorgt haben, in dem Metronom-Pressesprecher Björn Pamperin mit den Worten zitiert wird: „Wir fahren ab Sonnabend wieder unser volles Programm.“ Und: „Die Engpässe bei Personal und Fahrzeugen sind behoben.“

Ihren Missmut über die Probleme beim Metronom äußern auch am Montag noch zahlreiche Kunden in den sozialen Netzwerken da heißt es unter anderem: „Es hat wohl nie ein Ende… langsam hat man als Kunde kein Verständnis mehr“. Weiter: „Das ist langsam wirklich nicht mehr lustig, und ich erwarte auch mehr als eine einfache Entschuldigung. Überall steht, dass es nur bis zum 28. Oktober geht. Und was ist? Er fällt wieder aus! Ich will einfach nur zur Arbeit kommen und zwar pünktlich.“ Und: „Man soll als Fahrgast voll bezahlen für nicht erbrachte Leistung. …Das ist eine Unverschämtheit!“

Von Ingo Petersen