Freitag , 30. Oktober 2020
Präsentieren die neue Applikation fürs Smartphone, die Bürger-Informations- und Warn-App, kurz Biwapp (v.l.): Fachdienstleiter Mirko Dannenfeld, Landrat Manfred Nahrstedt, Frank Dalock, Geschäftsführer der Marktplatz GmbH, und Projektmitarbeiterin Jeannina Hiller. Foto: dth

Start für Notfall-App im Landkreis Lüneburg

Von Dennis Thomas

Lüneburg. Die neueste App für den Landkreis Lüneburg heißt „Bürger-Informations- und Warn-App“, kurz „Biwapp“. Landrat Manfred Nahrstedt sagt: „Wir wollen den Bürgern ein transparentes und offenes Angebot machen: Immer wenn Großschadensereignisse sind oder ein Katastrophenfall der ja in den letzten Jahren bei uns öfter war, wenn ich an die Elbe-Hochwasser denke dann sollen die Bürger schnell darüber infomiert werden.“ Doch das Programm für Smartphones und Tablet-Computer (für iOS, Android und Windows) hat noch mehr Einsatzmöglichkeiten: Biwapp kann über Schulausfälle und Wetterlagen informieren oder von der Polizei für Fahndungsaufrufe genutzt werden.

Landkreis trägt die Anschaffungskosten

Die App ist für Nutzer kostenfrei erhältlich unter www.biwapp.de. Die Kosten für Anschaffung (9500 Euro) und Wartung trägt der Landkreis Lüneburg. Landrat Nahrstedt sagt: „Die Bürger können für sich auswählen, welche Art Warnungen oder Mitteilungen sie angezeigt haben wollen und sie können es räumlich eingrenzen auf den Landkreis, eine Stadt oder Samtgemeinde.“ Ursprünglich war das Konkurrenz-Programm „Katwarn“ in der Diskussion. Die Kommunalpolitiker entschieden sich aber letztlich nicht nur wegen des günstigeren Preises für Biwapp aus dem Hause der Marktplatz GmbH in Lüneburg.

Die Meldungen werden von offiziellen Stellen über die Warn-App versendet. Die erste Begrüßungs-Nachricht schickte jetzt Mirko Dannenfeld vom Landkreis-Fachdienst Rettungsdienst, Brand- und Katastrophenschutz über Biwapp. Er sagt: „Es gibt neben dem Katastrophenfall viel mehr tagesaktuelle Themen, bei denen wir die App einsetzen können. Beispielsweise können wir bei einem Feuer vor Rauchentwicklung warnen oder Handlungsanweisungen für eine Evakuierung im Falle eines Bombenfundes versenden.“ Aber auch über Schulausfall bis zum Ausfall des Fährbetriebes an der Elbe soll informiert werden.

Frank Dalock, Geschäftsführer der Marktplatz GmbH, sagt: „Im Heidekreis hatten wir vor einem Jahr den Piloten gestartet. Jetzt wird Biwapp schon von einem Dutzend Landkreisen genutzt.“ Eingepflegt werden in die Warn-App beispielsweise auch Informationen des Deutschen Wetterdienstes. Zudem seien Schnittstellen zu den Deich-Apps der Deichverbände geplant sowie zu „Nina“, der Notfall-Informations- und Nachrichten-App des Bundes, um auch überregionale Warnmeldungen aufzunehmen.