Sonntag , 25. Oktober 2020
Das ehemalige Sparkassen-Gebäude in Reppenstedt wird demnächst im Auftrag der Samtgemeinde umgebaut. Foto: dth

Samtgemeinde Gellersen investiert 885.000 Euro in Sparkassengebäude

Reppenstedt. Nachdem die Sparkasse ihren Umzug innerhalb der Gemeinde Reppenstedt vollzogen hat, ist der Weg für die Samtgemeinde Gellersen frei, das ehemalige Sparkassengebäude an der Dachtmisserstraße gegenüber dem Rathaus nach ihrem Gusto umzubauen. Wie berichtet, soll der alte Filialstandort nicht nur der Gellerser Verwaltung zusätzlichen Platz bieten, sondern darin auch ein öffentliches Forum entstehen für Vereinssitzungen, Ausstellungen und Lesungen. Bei der jüngsten Sitzung des Samtgemeinderates Gellersen teilte Verwaltungschef Josef Röttgers (parteilos) mit, dass nun die Aufträge für den Umbau vergeben wurden.

Bereits im Sommer 2014 hatte die Samtgemeinde Gellersen, mit finanzieller Unterstützung der Gemeinde Reppenstedt, das Sparkassen-Gebäude gekauft. Das Kreditinstitut war seitdem nur noch Mieter der Immobilie und die Samtgemeinde nutzte bereits Teile des Bürotraktes. Den Auszugstermin der Sparkasse in ihre neue Filiale und den Umbau hat Samtgemeindebürgermeister Röttgers schon lange herbeigesehnt. Denn die Verwaltung wächst stetig und der Platz im Rathaus für die Mitarbeiter wird immer beengter.

Umbauarbeiten sollen am 9. September beginnen

885.000 Euro, inklusive Architektenhonorar, werden für die Umgestaltung benötigt, sagte Röttgers auf LZ-Nachfrage. Davon entfielen rund 780.000 Euro auf die Baukosten und 105.000 Euro auf die Ausstattung. Die offizielle Übergabe der restlichen Räume an die Samtgemeinde sei für den 16. September vorgesehen, der Baubeginn für den 19. September. Zuvor müssen die zwei Verwaltungsmitarbeiter vom Amt für Kinder, Jugend und Senioren, die dort bereits ihre Büros eingerichtet hatten, vorrübergehend wieder ins Rathaus zurückziehen. Röttgers: „Wir werden beim Umbau alle Räume anfassen müssen.“

Zuletzt hatte es im Frühjahr zwischen den Fachausschüssen von Samtgemeinde und Gemeinde auf der einen Seite und der Samtgemeindeverwaltung auf der anderen Seite Auseinandersetzungen gegeben. Die Kommunalpolitiker sperrten sich zunächst, die nötigen Haushaltsmittel für einen zügigen Umbau freizugeben und forderten darüberhinaus, die Filiale in eine Bürgerbegegnungsstätte umzuwandeln. Der zwischenzeitlich gefundene Kompromiss berücksichtigt weiterhin acht Büroräume für die Verwaltung. Sie fallen aber zugunsten eines öffentlichen Bereichs kleiner aus. So soll künftig auch der große Besprechungsraum für öffentliche Zwecke zur Verfügung stehen. Auf Wunsch der Politik wird mit dem Umbau zudem die energetische Sanierung des Gebäudes in Angriff genommen. dth