Mittwoch , 12. August 2020
Die ehemalige Geschäftsstelle des CDU-Kreisverbandes ist Geschichte, Andreas Ohlms wartet nun auf die Genehmigung für den Neubau. Foto: ap

Alte Villa am Lösegraben abgerissen

ap Lüneburg. Die alte Villa am Bürgergarten, in der zuletzt der CDU-Kreisverband beheimatet war, ist Geschichte. Andreas Ohlms, Geschäftsführer der Firma Ohlmsbau, hat das Gebäude am Lösegraben, das er Ende 2015 über den Immobilienmakler Jürgen Sallier erworben hatte, abreißen lassen. Entstehen soll dort ein Wohnhaus. „Ich warte nur noch auf die Baugenehmigung“, erklärt Ohlms. Für ihn sei das kein Spekulations-, sondern ein Bestandsobjekt. „Ich will es langfristig vermieten.“

Den Bauantrag bei der Stadt habe er im März eingereicht, sagt Andreas Ohlms, der den Standort als „paradiesisch“ bezeichnet. Für ihn kam nur ein Abriss infrage, „die Sanierung, um dann vernünftigen Wohnraum anbieten zu können, wäre viel zu aufwendig gewesen“. Die Kosten hätten mit den erzielbaren Mieten nicht in Einklang gebracht werden können.

Die alte Villa stand nicht unter Denkmalschutz, für den Abriss benötigte der Bauunternehmer daher auch keine Erlaubnis. Stadtpressesprecherin Sarah Cramer von Clausbruch klärt auf: „Auf dem eigenen Grundstück darf der Eigentümer, wie in diesem Fall, selbst entscheiden, das Gebäude also abreißen. Für den Neubau braucht er allerdings eine Genehmigung.“

Andreas Ohlms hofft nun, im August mit den Bauarbeiten starten zu können. „Im Mai 2017 sollen die Wohnungen eigentlich bezugsfertig sein.“ Dass er fünf Monate auf die Baugenehmigung warten müsse, damit habe er nicht gerechnet. Es sei aber auch zu einigen Verzögerungen gekommen, zum Beispiel, weil die Stadt Bedenken geäußert habe, dass das Grundstück im Überschwemmungsgebiet liegen könnte. Das 622 Quadratmeter große Areal liegt direkt am Lösegraben. „Wir bauen nun eine offene Tiefgarage mit fünf Stellplätzen, um diese Problematik zu umgehen“, erklärt der Bauunternehmer. Zusätzlich habe er für den Abriss noch Beweissicherungsgutachten für die Nachbarhäuser in Auftrag gegeben.

Der Neubau soll statt bisher 180 Quadratmeter Nutzfläche dann 350 Quadratmeter Wohnfläche bieten und eine Mischfassaden-Optik erhalten. „Ein Teil als Klinker, der andere als Mischmauer“, erklärt der Investor. Fünf Wohnungen seien geplant, jeweils zwei im Erd- und Obergeschoss mit einer Größe von rund 50 bis 60 Quadratmeter, klärt Ohlms auf. Im zweiten Stock sei ein rund 100 Quadratmeter großes Penthouse geplant. „Das wird ein modernes Gebäude mit Flachdach und einer Vollwärmeschutzmauer.“ Die jeweiligen Balkone seien zur Flussseite ausgerichtet.

Die Mieten sollen laut Ohlms bei 9 Euro pro Quadratmeter liegen. Für die Penthouse-Wohnung gebe es schon erste Anfragen.