Donnerstag , 24. September 2020
Der Hubschrauber, der gestern und vorgestern im Landkreis Lüneburg im Eichenprozessionsspinnereinsatz war, im Landeanflug auf Boltersen, wo er neues Sprühmittel tanken wird. Im Hintergrund der Einsatzleitwagen der Feuerwehr. Foto: be

Gift gegen Eichenprozessionsspinner

pet Lüneburg. Über Wartezeiten wunderte oder ärgerte sich am Mittwoch und gestern so mancher Verkehrsteilnehmer auf den Straßen im Landkreis Lüneburg doch das Warten hatte einen guten Grund: An beiden Tagen war in der Region der Hubschrauber unterwegs, der aus der Luft die alljährliche Sprühaktion gegen den Eichenprozessionsspinner, wissenschaftlich „Thaumetopoea processionea“, unternimmt.

Am Mittwoch überflog der vom Landkreis gecharterte Hubschrauber die Bereiche Dahlenburg, Amt Neuhaus und Teile von Bleckede, gestern waren die Samtgemeinden Bardowick, Scharnebeck, Gellersen, Ilmenau, Adendorf und Ostheide an der Reihe. Konstantes Wetter an beiden Tagen sorgte dafür, dass die Aktion wie geplant gestern Nachmittag beendet werden konnte.

Nachdem in den Vorjahren ein Landkreismitarbeiter die Koordination des Einsatzes durchgeführt hatte, war in diesem Jahr zum ersten Mal Lars Söding aus Brietlingen, bei der Feuerwehr unter anderem Kommunikationsgruppenleiter der Samtgemeindefeuerwehr Scharnebeck, für die Koordination der jeweils kurzzeitigen Sperrungen der überflogenen Straßen verantwortlich.

„Die Vorarbeit für den Einsatz ist das aufwändigste gewesen“, erzählte Söding passend zur Flugroute des Hubschraubers hatte er die jeweils nötigen Straßensperrungen, vor Ort vorgenommen von Feuerwehrleuten oder Verwaltungsmitarbeitern, geplant.

Vom Einsatzleitwagen auf dem Landeplatz in Harmstorf koordinierte Söding die Maßnahmen am Mittwoch, gestern operierte der Hubschrauber von Boltersen aus, nahm dort die Mischung aus dem Fraßgift „Dimilin 80 WG“ und Wasser auf. Aus dem 650-Liter-Tank wurde das Mittel auf die außerorts an Straßen und Wegen stehenden Bäume gesprüht, die bereits von Raupen befallen sind.

Innerorts werden vom Eichenprozessionsspinner, der zur Ordnung der Schmetterlinge gehört, befallene Bäume noch bis Anfang Juni vom Boden aus besprüht. Die Bekämpfung vom Boden aus hat Anfang der Woche in Amt Neuhaus begonnen. Ab 17. Mai  folgt der Einsatz in Bleckede, danach in der Samtgemeinde Dahlenburg, der Hansestadt Lüneburg sowie in den Samtgemeinden Ostheide, Scharnebeck, Bardowick und Gellersen. Der letzte Termin ist für den 6. Juni in der Samtgemeinde Ilmenau geplant. Alle konkreten Termine und aktuellen Informationen werden im Internet unter www.landkreis-lueneburg.de bekanntgegeben.

Wer Fragen zur Besprühungsaktion hat oder befallene Bäume melden möchte, meldet sich beim örtlichen Ordnungsamt im Rathaus. Bei medizinischen Fragen berät das Gesundheitsamt des Landkreises Bürger und Ärzte unter Tel.: 04131/261500 oder per E-Mail an gesundheitsamt@landkreis.lueneburg.de.