Donnerstag , 1. Oktober 2020
Der Kaffee für unterwegs ist angesagt und praktisch, aber im Pappbecher nicht umweltfreundlich. Foto: t&w

Weg mit den Wegwerfbechern

hu/ap Lüneburg. Für eine gemütliche Pause im Café bleibt oft keine Zeit, mal ruft die Arbeit, mal ein anderer wichtiger Termin. Doch auf einen leckeren Kaffee muss man auch dann nicht verzichten, wenn man es eilig hat. Auch viele Lüneburger holen sich ihren Cappuccino oder Milchkaffee regelmäßig zum Mitnehmen. Unzählige Lokale, Bäckereien und Geschäfte bietet den Coffee to go im Pappbecher an mit Plastikdeckel. Der wird anschließend entsorgt. Doch für die Umwelt ist das nicht die beste Lösung.

Deutschlandweit werden stündlich rund 320.000 solcher Becher verkauft, jährlich gehen 2,6 Milliarden über den Verkaufstresen. Daraus ergeben sich fast 40.000 Tonnen Müll. Priska Hinz, hessische Umweltministerin, möchte dieser Entwicklung entgegenwirken, hat daher die Initiative „Becherbonus“ ins Leben gerufen. Damit will sie Cafés, Bäckereien, Tankstellen und andere Geschäfte davon überzeugen, den Bechermüll zu reduzieren. Einen Lösungsansatz sieht die Ministerin in einem geringfügigen Preisnachlass für Kunden, die ihren eigenen Becher mit in das Geschäft bringen. Mit einem Rabatt von mindestens 10 Cent pro Getränk soll ein Anreiz für Mehrwegprodukte geschaffen werden.

Die LZ hat in Lüneburger Cafés gefragt, was sie von einer solchen Aktion halten würden.