Dienstag , 29. September 2020
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Streit um die Currywurst

ca Lüneburg. „Gehste inne Stadt, wat macht Dich da satt? Ne Currywurst“, sang einst Herbert Grönemeyer. Und die Wurst in pikanter Sauce — am besten mit einer Schachtel Kartoffelstäbchen — macht nicht nur den Kunden satt, sondern auch den Meister am Grill. Auf dem Lüneburger Marktplatz teilen sich unter der Woche im Sieben-Tage-Wechsel zwei Wurst-Maxen den Stand. Nun hat sich ein dritter Kandidat gemeldet, auch er will künftig Kulinarisches aus der Friteuse an den Kunden bringen. Doch sein Wunsch fand kein Gehör, nun hat der Imbiss-Betreiber in spe Klage vor dem Verwaltungsgericht eingereicht. Das bestätigt die Stadt.

Der Streit um die heiße Ecke begann mit einer Bewerbung des Mannes. Er wollte aus dem Würstchen-Duo, das sich seit den 80er-Jahren auf dem Markt abwechselt, ein Trio machen. Aus dem Verwaltungssitz, quasi in Geruchsweite vom begehrten Ort entfernt, kam aus dem Verwaltungsausschuss das Rauchzeichen: Er möge sich mit den beiden anderen Betreibern einigen. Die wollten — was wenig überrascht — den Neuen nicht mit offenen Armen empfangen, sondern sagten: „Nein.“

Ohne Einigung unter den drei Wurstbrätern wurde die Zulassung des neuen Interessenten abgelehnt. Daraufhin soll der Mann Klage beim Verwaltungsgericht eingereicht haben. Allerdings liege noch keine Begründung des Ansinnens vor und somit auch noch kein Termin für eine Verhandlung.

Noch ist nicht abzusehen, wie der Zwist an der Theke ausgeht. Hoffentlich nicht wie bei Grönemeyer: „Bisse dann richtig blau, wird Dir ganz schön flau, von Currywurst. Rutscht dat Ding Dir aus, gehse dann nach Haus, voll Currywurst, aufm Hemd, auffer Jacke, Kerl wat ist dat ne k… alles voll Currywurst.“