Donnerstag , 29. Oktober 2020
Der Finanz- und Haushaltausschuss des Niedersächsischen Landtages kam am Mittwoch nach Lüneburg, um den Libeskind-Bau zu besichtigen. MWK und Projektsteuerungsbüro bestätigten da, dass sich die Baukosten um weitere 10,82 Millionen Euro erhöhen werden. Foto: ap

Leuphana: Libeskind-Bau zehn Millionen Euro teurer

ap Lüneburg. Es war eine Bombe mit langem Zeitzünder — was sich seit vergangenem Jahr schon abzeichnete, ist jetzt Gewissheit: Der Libeskind-Bau der Leuphana wird teurer, und zwar zurzeit um 10,8 Millionen Euro. Das hat der Projektsteuerer Dieter Schmitz Mittwoch dem Haushalts- und Finanzausschuss des Niedersächsischen Landtages bestätigt. Der Ausschuss war am Mittwoch auf der Baustelle, um sich ein Bild zu machen.

Schon vor der Besichtigung des Zentralgebäudes hatten MWK und das externe Projektsteuerungsbüro bestätigt, dass man die Nachtrags-Bauunterlage um 15 Prozent überschritten habe. Unterm Strich bewegt sich die Bausumme bei rund 83 Millionen Euro. Die letzten Mehrkosten hätten sich in der vergangenen Woche herauskristallisiert. Und es gibt keine Chance mehr, zu sparen. Die gute Nachricht: Der Terminplan des Baus sei seit einem Jahr stabil.

Arkadiusz Owcarz, Mitglied der MWK-internen Projektgruppe zum Libeskind-Bau, ließ sagte, dass man den Haushaltsausschuss noch einmal um Zustimmung bitten müsse. „Der Fall des Überschreitens ist in der letzten Woche eingetreten“, sagte er, damit sei aber nicht das Worst-Case-Szenario der Oberfinanzdirektion von 125 Millionen Euro gemeint. Die Unterlagen, die die Universität derzeit zusammenstellt, werde das Ministerium unverzüglich an die Oberfinanzdirektion weitergeben. Auf Nachfragen bezüglich der Ausfinanzierung der Mehrkosten sagte Owcarz: „Ich kann keine Ergebnisse vorweggreifen, weil sie noch nicht finalisiert sind. Aber die Gespräche laufen.“

Der große Teil des Ausschusses hatte den Libeskind-Bau bislang noch nicht besichtigt. Neben Ausschussmitgliedern, MWK und Projektsteuerung waren auch die örtliche SPD-Abgeordnete Andrea Schröder-Ehlers und die grüne Landtagsabgeordnete Miriam Staudte dabei.

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