Sonntag , 25. Oktober 2020
Organisator Patrick Pietruck blickt zufrieden auf die Gäste im Hörsaalgang der Leuphana bei der 4. Online Marketing Konferenz. Foto: jj

Marketing-Konferenz: Warum das Mammut und Helden für eine gute Werbestrategie wichtig sind

jj Lüneburg. Wenn Sie wissen, wie man ein Mammut erlegt, wenn Sie am Lagerfeuer dazu eine Story mit Helden und Schurken erzählen können, die Desaster, Wendepunkt und Happyend hat, und nicht jedem, dem Sie dann ein Steak verkaufen wollen, ein ganzes Mammut anbieten, dann verstehen Sie viel vom Storytelling und können das Marketing Ihres Hauses nach vorne bringen. Warum? Weil gutes Marketing gute Stories mit überraschenden Wendungen braucht. Zumindest wenn Sie  Dr. Veit Etzold glauben. Der Krimiautor war einer von zwanzig Referenten bei der 4. Online Marketing Konferenz in der Leuphana Universität, zu der gut 400 Gäste am Donnerstag, 24. September, nach Lüneburg kamen.

„Storytelling“ war nur ein Thema, „Suchmaschinen verstehen“ ein anderes: Google now zum Beispiel weiß auch ohne eine Suchanfrage, wann Sie morgens aufstehen und welchen Weg sie zur Arbeit wählen und wo Sie sich den Coffee-to-go holen. Das Werkzeug heißt Google now, sollte aber besser Google know heißen. Wobei Prof. Dirk Lewandowski auch sagte: Die Suchmaschinenanfragen seien heute noch so schlecht wie vor zehn Jahren und Suchmaschinen, so wie wir sie kennen, haben irgendwann ausgedient: „Die Basissuche nimmt zu.“

Im Aufwind ist weiter die Video-Plattform YouTube: Allein in Deutschland sind es 100 Millionen Videoabrufe täglich, 40 Minuten dauert ein Besuch auf YouTube im Durchschnitt. Und wer glaubt, da seien nur Jugendliche unterwegs, den belehrte Referent Christoph Burseg im proppenvollen Hörsaal 3: 95 Prozent der User sind älter als 18 Jahre. 60 Prozent älter als 35.

Und was läuft gut? Nicht die langweilige Firmenwerbung. Bei der Lufthansa zum Beispiel werden von Fluggästen gedrehte Videos geklickt, die die Sitze, das Essen und den Bordservice zeigen. Bei Aida nicht die Anpreisung von Traumreisen, sondern einfach nur die Auslaufmelodie der Schiffe. Mikro- oder Makroaufnahmen oder extreme Zeitraffer-Videos sind gefragt. „Slow mo guys“ heißen die. Geben Sie einfach „Giant 6ft Water Balloon“ bei YouTube ein, mehr als hundert Millionen Aufrufe hat das Video schon.

[purehtml][iframe src=“http://www.facebook.com/video/embed?video_id=1043172502383040″width=“430″ height=“230″ frameborder=“0″][/iframe][/purehtml]

Organisator Partick Pietruck von der Lüneburger Webnetz GmbH konnte zufrieden sein wie die Gäste, die auf dem Heimweg viele neue Ideen und Erkenntnisse im Gepäck hatten.