Donnerstag , 6. August 2020
Eingerüstet wirkt das neue Vorzeige-Gebäude an der Universität noch massiver. Derzeit macht sich das Bauteam an die Fassadengestaltung. Foto: t&w

Leuphana Universität Lüneburg: Die 200 Tonnen schwere Rüstung

mm Lüneburg. So viel Gerüst auf einem Fleck hat Lüneburg wohl noch nicht gesehen: Das sich noch im Rohbau befindliche Zentralgebäude der Universität an der Uelzener Straße umschlingt derzeit ein insgesamt 200 Tonnen schweres Stahlgerippe. Hinzu kommt noch einmal das Doppelte an Masse für Stahlkonstruktionen, die die Gerüste tragen. Das Riesengebäude nach Entwürfen von Daniel Libeskind, bestehend aus vier Teilen, erhält jetzt seine Zinkverkleidung.

Mittlerweile sind die gewaltigen Ausmaße des neuen Hauptgebäudes immer besser sichtbar. Verändern wird sich nun die Außenfassade. Denn die Gerüste sind aufgebaut für die Fassadenarbeiten. Das Bauteam an der Leuphana erklärt auf LZ-Nachfrage die wichtigsten Details zu diesem Bauabschnitt, der eigentlich längst fertig sein sollte: „Es wird eine gedämmte hinterlüftete Fassade gebaut, diese wird mit Zinkblechen (Zinkrauten) verkleidet. Das gesamte Gebäude wird mit diesen Zinkrauten belegt werden“, heißt es. Durch die schrägen Wände verrutschten auch die Gerüste. Sie stehen nicht wie sonst üblich gerade an den Wänden, sondern versetzt. Und so kommt es, dass an manchen Stellen die maximale Tiefe der Konstruktionen zwischen Gebäude und Gerüstaußenkante bis zu zwölf Meter beträgt.

Der Aufbau der Gerüste ist daher auch nicht mal eben an einem Tag erledigt, es dauert viel länger: Die Gerüste werden in Abschnitten aufgebaut, je nach Umfang zieht sich das Aufstellen zwischen einer und drei Wochen hin.

Seine endgültige Form erhält derweil auch der vierte und letzte Baukörper, das Seminarzentrum. Dort befindet sich später unter anderem der Zugang von der Uelzener Straße mit der Foyerzone.

Spätestens Ende 2016 soll das gesamte Gebäude fertig sein.