Mittwoch , 30. September 2020
Foto: t&w

Kita-Streik – Fragen und Antworten: Mit aktuellen Infos zur Notfallbetreuung

Notfallbetreuung konkret

sp Lüneburg. Kita-Leitungen und Fachverwaltung können in Sachen Notbetreuung nur von Tag zu Tag planen und stellen die Infos für den jeweils nächsten Kita-Tag so bald wie möglich – immer auch unter www.hansestadtlueneburg.de/kita-streik – bereit. Bei aller Improvisation ist das Ziel eine gewisse Kontinuität für die Kinder, nach Möglichkeit soll die Notbetreuung an allen Streiktagen in denselben Einrichtungen angeboten werden.

Stand Dienstag, 13.15 Uhr:

Für Krippe und Kita gilt für Mittwoch, 13. Mai 2015:
Fünf Einrichtungen werden für die Notbetreuung geöffnet:
Kita Klinikum (für Kinder der Kitas Klinikum, Oedeme, Häcklingen)
Kita Ochtmissen (für Kinder der Kita Ochtmissen)
Kita Kaltenmoor (für Kinder der Kita Schützenstraße sowie Hort Kaltenmoor – soweit ihnen auch für den Vortag ein Platz zugesagt war)
Kita Stadtmitte (für Kinder der Kita Stadtmitte sowie – für Kita Marienplatz, soweit ihnen auch für den Vortag ein Platz zugesagt war)
Kita Heidkamp (für Kinder der Kitas Heidkamp, Kreideberg – ohne Hort)

Für Hortbetreuung gilt für Mittwoch, 13. Mai:
Hort Kaltenmoor: Notbetreuung in der Kita Kaltenmoor
Hort Hermann Löns: Notbetreuung für 20 Kinder, Plätze sind alle vergeben.
Hort 10-14: die Eltern sind informiert, alle Plätze vergeben

Für Krippe/Kita und Hort gilt für Freitag, 15. Mai / Brückentag nach Himmelfahrt (Stand: Dienstag 17 Uhr):
Durch gezielte Abfrage bei allen Eltern, die ihr Kind in dieser Woche in der Notbetreuung untergebracht haben, hat sich herausgestellt, dass nur ein kleiner Anteil Eltern für Freitag eine Notbetreuung benötigt. Nach derzeitigem Kenntnisstand stehen für diese Kinder jeweils Plätze zur Verfügung. Allerdings werden nicht alle Einrichtungen der vergangenen Tage geöffnet sein.

Geöffnet haben:
Kita Heidkamp (für die Kinder aus den Kitas Heidkamp, Kreideberg und am 15.5. auch für die Kinder der Kita Oedeme).
Kita Stadtmitte ( für die Kitas Stadtmitte und Marienplatz).
Kita Kaltenmoor (für die Kitas Kaltenmoor und Schützenstraße sowie für die Horte Hermann-Löns und Kaltenmoor / Eltern der Hort-Kinder sind bzw. werden noch informiert).

Zu den Voraussetzungen für die Nutzung der Notbetreuung: siehe auch Internet

Diese und viele weitere wichtige Informationen sind auch nachzulesen auf www.hansestadtlueneburg.de/kita-streik
Die Hotline Kita-Streik ist diese Woche Mittwoch von 8 bis 16 Uhr und Freitag von 8 bis 14 Uhr besetzt.

Das Fazit der ersten Kita-Streiktage in der Hansestadt Lüneburg:

Es konnten jeweils für etwa 30 Prozent der sonst von der Hansestadt Lüneburg betreuten Kinder Notbetreuungsplätze eingerichtet werden.
Die Hotline Kita-Streik wird gut angenommen. Viele Elternfragen konnten aber auch abseits der Hotline im direkten Gespräch geklärt werden.
Zum Thema mögliche Beitrags-Rückerstattung für vom Streik betroffene Eltern gilt nach wie vor, die auch auf der Internetseite kommunizierte Aussage der Hansestadt Lüneburg: Unabhängig von Lösungen aus vergangenen Streikrunden wird natürlich rechtlich geprüft, ob und in welcher Form Rückerstattungen möglich sind.

Wer ist mein Ansprechpartner, wenn ich eine Notbetreuung für mein Kind brauche?
Zunächst mal die LeiterInnen der Kita, die das Kind sonst besucht.
Ab Freitag kann die Hansestadt – dann auch auf der o.g. Internetseite – ganz konkrete Angaben machen, wo welche Notbetreuung eingerichtet werden kann. Zurzeit laufen noch die Abfragen und die Organisation.

Sollten Eltern dann noch Fragen haben, können sie sich an die eigens dafür eingerichtete Hotline Kita-Streik wenden, unter der Mitarbeiter aus dem Fachbereich Rede und Antwort stehen. Die Nummer ist ab Freitag freigeschaltet: Tel. 04131 309-3090.

Welche Angebote zur Notbetreuung kann die Hansestadt Lüneburg machen?
Die Hansestadt beschäftigt 210 ErzieherInnen plus Leiterinnen und Stellvertreterinnen. Aller Voraussicht nach werden sich nicht alle am Streik beteiligen, sondern es werden einige MitarbeiterInnen auch für die Notbetreuung zur Verfügung stehen. Außerdem ist die Verwaltung mit freien und kirchlichen Trägern im Gespräch, um dort freie Plätze nutzen zu können. Zum Teil stellt die Stadt für Eltern, die selbst eine Betreuung organisieren wollen, Stadtteilhäuser zur Verfügung. Die (versicherungs-)rechtliche Frage wird geprüft, die Hansestadt ist aber zuversichtlich.

Wie wird entschieden, welches Kind betreut wird?
Bei der Vergabe der Notbetreuungsplätze sollen die Eltern vorrangig berücksichtigt werden, die zum Beispiel alleinerziehend sind oder beide voll berufstätig sind, gerade wenn es zum Beispiel keine Großeltern oder Angehörige vor Ort gibt, die einspringen können. Eine besondere Herausforderung ist die Betreuung der Krippenkinder, für die es noch wichtiger ist, dass sie von einer ihnen bekannten Bezugsperson betreut werden. Die Kita-Leitungen werden versuchen, die bestmöglichen Entscheidung zu treffen, ggf. in Rücksprache mit der Fachverwaltung.

Wer ist vom Streik in den Kitas betroffen?
Betroffen sind allein die städtischen Kitas in Lüneburg, nicht die von freien oder kirchlichen Trägern. In der Hansestadt Lüneburg besuchen rund 1300 Kinder die städtischen Krippen, Kitas und Horte. Sie verteilen sich auf elf Kitas, sieben davon mit Krippe, und drei Horte.

Wie lange werden die Streiks andauern?
Die Hansestadt Lüneburg geht nach den Angaben der Gewerkschaften davon aus, dass die Streiks zunächst zwei Wochen dauern, also bis Pfingsten.

Streik für Tage oder Wochen – kann ich jetzt meine Kita-Gebühren zurückfordern?
Es gibt aus früheren Streikrunden in Kitas die von allen Beteiligten akzeptierte Lösung, dass das Geld, das die Hansestadt durch den Streik beim Personal spart, der jeweiligen Kita für Extra-Ausgaben zugutekommt. Es wird aber auch rechtlich geprüft, ob die Eltern einen direkten Erstattungsanspruch haben. Das Geld fließt aber erst dann, wenn der Streik beendet ist, weil alle Streiktage zusammen berechnet werden.

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