Mittwoch , 21. Oktober 2020
Pia Steinrücke, Bildungs- und Sozialdezernentin der Hansestadt. Foto: a/t&w

Vor möglichem Kita-Streik: Stadt informiert Eltern über Notbetreuung

sp Lüneburg. Selbst wenn die Urabstimmung bei den Gewerkschaften noch läuft: Die Zeichen stehen auf unbefristeten Streik, auch bei den städtischen Kindertagesstätten in Lüneburg. Für viele Eltern eine Notsituation. Der Fachbereich Soziales und Bildung der Hansestadt Lüneburg möchte Eltern darum am Mittwoch, 6. Mai, um 20 Uhr im Huldigungssaal des Rathauses über Möglichkeiten – aber auch Grenzen – der Notbetreuung informieren. Wer der Einladung morgen nicht folgen kann, muss sich nicht sorgen: Die Teilnahme hat keinen Einfluss auf mögliche Vergaben von Betreuungsplätzen. Alle Infos des Abends werden im Laufe des Donnerstag auf www.hansestadtlueneburg.de und auf www.landeszeitung.de eingestellt und am Freitag weiter aktualisiert. Eltern können sich außerdem an die Leiterinnen ihrer Kitas wenden, sie sind auch Ansprechpartner für Eltern, wenn es um die konkrete Notbetreuung geht.

Pia Steinrücke, Bildungs- und Sozialdezernentin der Hansestadt, erklärt: „Wir möchten den Eltern Informationen geben, damit sie sich, so gut es geht, auf das kommende Szenario einstellen können. Auch ist mir der Austausch wichtig, um festzustellen, wo Eltern und Stadt gemeinsam zur Linderung der streikbedingten Folgen beitragen können.“ In Hannover, so Steinrücke, habe die Gewerkschaft ver.di der Stadt als Träger angeboten, eine Notfallversorgung für jedes 10. Kind vorzuhalten, ein ähnliches Angebot sei für Lüneburg auch vorbesprochen worden. „Allerdings sind daran sehr strenge Vorgaben geknüpft. Wir gehen davon aus, dass wir in Eigenregie mit den Erzieherinnen, die dazu bereit sind, eine bessere Betreuungsquote erreichen und dabei flexibel bleiben, was zum Beispiel die Standorte für die Betreuung angeht.“

Welche städtischen Krippen, Kitas und Horte wann genau geöffnet oder geschlossen haben oder eine Notbetreuung in welcher Form anbieten, kann die Hansestadt Lüneburg erst am Freitag bekannt geben. Die Zeit bis dahin wird von Kita-Leiterinnen und Fachverwaltung genutzt, um auszuloten, wie der jeweilige Bedarf bei den Eltern ist.

Thomas Wiebe, Bereichsleiter für Bildung und Betreuung bei der Hansestadt Lüneburg, erläutert: „Bei der Vergabe der Notbetreuungsplätze sollen die Eltern vorrangig berücksichtigt werden, die zum Beispiel alleinerziehend sind oder beide voll berufstätig, ohne Großeltern oder Familie, die einspringen kann.“ Besonders schwierig sei es, für die Krippenkinder eine Notbetreuung durch ihnen bekannte Bezugspersonen zu ermöglichen. Über diese und andere Fragen möchte die Hansestadt Lüneburg im Rathaus informieren.