Freitag , 30. Oktober 2020
Von Uni-Präsident Sascha Spoun gibt es zu den geplanten Veränderungen derzeit keinen Kommentar. Der Uni-Spitze liege kein Entwurf der Novelle vor, heißt es. Foto: A./nh

Hochschulnovelle: Gravierende Änderungen auch für die Leuphana Universität Lüneburg

jj/pm Hannover/Lüneburg. Das Land will seine Position im Stiftungsrat, dem höchsten Gremium stärken. Und ein hauptamtlicher Vizepräsident für Finanzen und Personal wird zwingend. Den gibt es an der Uni Lüneburg zurzeit nicht: Das unter anderem sieht die Novelle des Niedersächsischen Hochschulgesetzes (NHG) nach Informationen der LZ bisher vor. Gravierende Änderungen auch für die Stiftungsuniversität Leuphana.

Nicht nur ein kritischer Lüneburger Uni-Senator nennt den Referenten-Entwurf teils eine „Lex Lüneburg“. Auch der Präsident einer großen Niedersächsischen Hochschule sagt auf LZ-Anfrage: mit Blick auf die Querelen um die Finanzierung des Libeskind-Baus: „Das zielt ganz klar auf Lüneburg“.

Soweit mag Niedersachsens Wissenschaftsministerin Gabriele Heinen Kljajic (Grüne) nicht gehen.  „Wir wollen in der NHG-Novelle verankern, dass das Minsterium Beschlüssen des Stiftungsrats zur Rechtsaufsicht und zur Überwachung des Präsidiums zustimmen muss“, sagte Ressortchefin Heinen-Kljajic in einem Gespräch mit der LZ.

Uni-Präsident Sascha Spoun und sein Vize Holm Keller wollen die Pläne aus Hannover nicht kommentieren: Der Uni-Spitze liege kein Entwurf der Novelle vor; auch auf Nachfrage habe man keine Informationen zum Papier.

Die Ministerin bestätigte auch, dass künftig jede Uni einen hauptamtlichen Vizepräsidenten für Finanzen und Personal haben muss. An der Leuphana kümmert sich nach Auskunft des Uni-Pressesprechers um diesen Bereich bisher Präsident Spoun.

Mehr dazu am Sonnabend in der LZ