Freitag , 30. Oktober 2020
Nach fast 30 Jahren wird die Autobahn 39 zwischen den Anschlussstellen Maschen und Winsen West 2015 und 2016 für insgesamt 16 Millionen Euro von Grund auf erneuert. Staus sind ab Mai programmiert. Foto: t&w

Geduldsprobe für Autofahrer auf der A39 – Autobahn Richtung Lüneburg wird grunderneuert

pet Lüneburg. Kraftfahrer, die auf der Autobahn 39 aus Richtung Hamburg in Richtung Lüneburg unterwegs sind, müssen sich zwischen Mai und Oktober dieses Jahres, vor allem in den Hauptverkehrszeiten, auf Behinderungen einstellen. Die Niedersächsische Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr (NLStV), Geschäftsbereich Lüneburg, führt in dieser Zeit eine Grunderneuerung der Autobahn zwischen den Anschlussstellen Maschen und Winsen West durch. Gesamtkosten: acht Millionen Euro. Und im kommenden Jahr sind die gleichen Maßnahmen zu etwa den gleichen Kosten dann in der Gegenfahrtrichtung geplant.

1987 wurde das Autobahnteilstück von Maschen nach Winsen West eingeweiht, damals noch als A250. Die Grunderneuerung nach 28 Jahren liege durchaus im Rahmen der üblichen Lebensdauer von Autobahnen, erklärt Dirk Möller, Leiter des Geschäftsbereichs Lüneburg der NLStV. Risse und Wellen in der Fahrbahn seien deutlich zu erkennen. Auch die Analyse von Bohrkernuntersuchungen haben ergeben, dass die Grunderneuerung angegangen werden muss.

38000 Fahrzeuge täglich sind in dem zu erneuernden Bereich zwischen Winsen West und Maschen durchschnittlich unterwegs. Sowohl die Bauarbeiten am Horster Dreieck als auch an der Luhe-Brücke in Winsen im Zuge der Bundesstraße 234 sollen bis zum Beginn der Bauarbeiten an der A39 fertiggestellt sein.

Für die Grunderneuerung geht es auf einer Strecke von 8,2 Kilometern einen halben Meter tief in den Boden hinein. „Alles muss weg, das geht bis in die Erde runter“, erklärt Gesa Schütte, Leiterin des Fachbereichs Bau bei der Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr in Lüneburg.

Anschließend werden 90000 Quadratmeter Zementverfestigung mit einer Stärke von 20 Zentimetern aufgebracht, dann die gleiche Fläche Asphalt mit einer Stärke von 30 Zentimetern. Mit einer Gesamtlänge von 25 Kilometern sind auch sämtliche Leitplanken zu erneuern, teilweise werden die Entwässerungseinrichtungen saniert, gebaut wird auch an acht Brücken.

Der Verkehr wird während der Bauarbeiten jeweils über die andere Fahrbahn geführt, in diesem Jahr also auf der zweispurigen, östlichen Fahrbahn in Richtung Hamburg, auf der dann drei Fahrspuren eingerichtet werden. Zwei Fahrspuren werden in Richtung Lüneburg geführt, nur eine Spur nimmt während der Bauarbeiten den Verkehr in Richtung Hamburg auf. Grund sei, so Dirk Möller, dass die Rückstaugefahr wegen des nahen Maschener Kreuzes in Nord-Süd-Richtung wesentlich höher sei als in der Gegenrichtung.

Seit eineinhalb Jahren laufen die Planungen für das Mammutprojekt, in die Überlegungen seien unter anderem auch Autobahnpolizei und Verkehrsbehörden eingeschaltet. Auch aus Sicherheitsgründen, und um mögliche Unfälle zu vermeiden, sind während der Bauzeit mehrere Anschlussstellen komplett gesperrt, so die Auffahrt Winsen West (Richtung Hamburg und Lüneburg) und die Abfahrt Maschen (Richtung Hamburg). Die Abfahrt Winsen West in Richtung Lüneburg werde zeitweise gesperrt, erklärte Fachbereichsleiterin Schütte.

Ihm sei klar, sagt Dirk Möller, dass es im Zuge der Bauarbeiten zu Verkehrsbehinderungen kommen werde. „Wir wollen versuchen, diese zu begrenzen.“ Rechtzeitig vor Beginn der Maßnahme werde man detailliert über den Umfang der Behinderungen und Möglichkeiten, diese zu umfahren, informieren.

Für den Großteil der umfangreichen Arbeiten ist die Landesbehörde zurzeit noch im Vergabeverfahren. Ob und wann ähnlich umfangreiche Arbeiten im Zuge der A39 zwischen Winsen West und Lüneburg nötig werden, sei offen, erklärt Möller. Die weiteren Abschnitte seien nämlich jünger als der Bereich Maschen Winsen West: 1991 wurde der Abschnitt Winsen West Winsen Ost eröffnet, 1995 die Verbindung zwischen Winsen Ost und Lüneburg Nord.