Sonntag , 1. November 2020
Brandstiftung, gleich zwei Scheunen standen in Bütlingen in Brand, jetzt wird gegen den Eigentümer ermittelt.

Scheunenbrand in der Elbmarsch +++ Polizei ermittelt gegen Pferdehalter +++ Anwalt weist Anschuldigung zurück

Tespe/Bütlingen. Die Polizei Winsen ermittelt in Sachen des Scheunenbrandes in der Elbmarsch mittlerweile gegen den Halter der Pferde, die bei dem Feuer ums Leben kamen. Die erste Aussage der Polizei, sie ermittle gegen den Eigentümer der Hallen, wurde mittlerweile zurückgenommen. Die Hallen gehören einer Verwandten des Pferdebesitzers. Der Verdächtige weist die Anschuldigungen über seinen Anwalt zurück.

In den letzten Tagen konnte die Spurensuche am Tatort mit eindeutigen Hinweisen auf Brandstiftung abgeschlossen werden. Nicht nur die Gutachter des Landeskriminalamtes hatten entsprechende Spuren in den Brandruinen entdeckt, auch Brandmittelspürhunde schlugen an.

Wie berichtet, gingen bei dem Brand zwei Scheunen in Flammen auf, der Schaden ist immens. Die Ermittlungen gingen zunächst in alle Richtungen. So wurde zum Beispiel auch überprüft, ob der seit 2013 in Haft sitzende Serienbrandstifter zur tatkritischen Zeit Hafterleichterungen hatte. Dieses konnte jedoch ausgeschlossen werden.

Im Rahmen der Umfeldermittlungen, ergaben sich Verdachtsmomente gegen den 35-jährigen Eigentümer. Diese wogen so schwer, dass das Amtsgericht Lüneburg auf Antrag der Staatsanwaltschaft Lüneburg einen Durchsuchungsbeschluss erließ, der am Dienstag vollstreckt wurde. Hierbei beschlagnahmten die Beamten diverse Unterlagen, die nun weiter ausgewertet werden müssen. Weitere Angaben können aus „ermittlungstaktischen Gründen“ jetzt noch nicht gemacht werden.