Freitag , 18. September 2020
Lüneburgs Kämmerin Gabriele Lukoschek soll in der Ratssitzung am kommenden Donnerstag zur Ersten Stadträtin gewählt werden. Sie ist dann Stellvertreterin von Oberbürgermeister Ulrich Mädge. Foto: t&w

Erste Stadträtin steht in den Startlöchern

as Lüneburg. Mitte Januar sah es noch so aus, als wenn Lüneburgs Kämmerin Gabriele Lukoschek erst einmal mit dem Amt der Ersten Stadträtin betraut und im Herbst als allgemeine Stellvertreterin von Oberbürgermeister Ulrich Mädge gewählt werden sollte. Das hatte Mädge den Fraktionen im Rat vorgeschlagen. „Augrund der durchweg positiven Reaktionen schlage ich dem Rat nun vor, dass Frau Lukoschek schon zum 1. Februar zur Ersten Stadträtin gewählt wird“, sagte Oberbürgermeister Mädge gestern zur LZ. In der Sitzung am kommenden Donnerstag, 29. Januar, soll der Rat einen entsprechenden Beschluss fällen. Dafür ist eine Dreiviertelmehrheit notwendig.

Wie berichtet, ist der Posten Erster Stadtrat vakant seit dem Ausscheiden des bisherigen Amtsinhabers Peter Koch, der auch Sozialdezernent bei der Stadt war. Ende des vergangenen Jahres hatte Mädge bereits angekündigt, dass bei der Besetzung der Position auf eine Ausschreibung verzichtet werden solle zugunsten einer hausinternen Lösung, da es sich um eine Vertrauensposition in der Zusammenarbeit mit dem Oberbürgermeister handle. Der Verwaltungschef schlug schließlich Gabriele Lukoschek vor, die seit Oktober 2008 bei der Stadt Kämmerin ist. Während ihrer bisherigen Tätigkeit bei der Stadt habe sie sich bewährt und durch ihre Leistung gezeigt, dass sie die erforderliche Eignung, Befähigung und Sachkunde fürs Amt der Ersten Stadträtin mitbringe, heißt es auch in der Vorlage zum Rat.

Lukoscheks Wahlzeit als Kämmerin endet im August 2016. Deshalb lautete anfangs der Vorschlag von Mädge, sie im Herbst dieses Jahres wieder zur Kämmerin und gleichzeitig zur Ersten Stadträtin zu wählen. Bis dahin sollte sie als allgemeine Stellvertreterin beauftragt werden. In einer ersten Reaktion von Vertretern der Ratsfraktionen war die Zustimmung für Gabriele Lukoschek groß, wenn auch einzelne die Sorge äußerten, dass damit eine weitere arbeitsintensive Aufgabe auf sie zukomme. Mädge möchte nun jedoch schon Nägel mit Köpfen machen und den Weg bereiten, dass Lukoschek schnell seine Stellvertreterin wird.