Samstag , 26. September 2020
Das Schild über der Ampel und die neuen Markierungen auf der Fahrbahn machen es deutlich: Der Weg von der Lünertorstraße führt nur noch nach rechts oder links, nicht mehr geradeaus. Foto: us

Geradeaus geht nicht mehr an der Scholzekreuzung

us Lüneburg. Autofahrer, die von der Bleckeder Landstraße kommend stadteinwärts fahren, dürfen an der Scholze-Kreuzung jetzt nur noch rechts oder links abbiegen. Geradeaus fahren in die Lünertorstraße ist seit einigen Tagen nicht mehr möglich. Die Änderung hat die Stadt im Zuge der Anpassung der Ampelschaltung an der Scholze- und der Scharff-Kreuzung in der vergangenen Woche vorgenommen, „testweise“, wie Stadtpressesprecherin Suzanne Moenck erklärt. „Wir erhoffen uns davon eine Erleichterung für den Berufsverkehr.“ Dafür gibt es Lob und Kritik.

Bislang gab es für Rechtsabbieger und Geradeausfahrer eine gemeinsame Spur, wodurch es insbesondere in den Morgenstunden häufig zu Staubildungen in Richtung Bleckeder Landstraße kam. „Wir gehen davon aus, dass nicht sehr viele Autofahrer geradeaus fahren“, erläutert Moenck. Autofahrer, die beispielsweise mit Ziel Hotel Bergström in die Lünertorstraße fahren wollen, müssen nun rechts abbiegen und den Weg über den Schifferwall und die Reichenbachstraße nehmen, an der Kreuzung Bardowicker Straße wenden und zurück über Reichenbachstraße und Schifferwall an der Scholze-Kreuzung rechts in die Lünertorstraße abbiegen.

„Die Autofahrer werden sich vermutlich schnell daran gewöhnen und die Bleckeder Landstraße meiden, wenn sie die Lünertorstraße anfahren wollen, und stattdessen die Dahlenburger Landstraße nutzen und über Scharff-Kreuzung rechts in die Schießgrabenstraße abbiegen, um von dort dann links in die Lünertorstraße zu fahren“, sagt Suzanne Moenck.

Die Neuregelung stößt bei Autofahrern auf ein geteiltes Echo. Während LZ-Leser Tim Gutmann die Lüneburger Verkehrsplaner lobt, weil der Verkehr „endlich wieder flutscht“, hält eine andere Leserin das Geradeaus-Fahr-Verbot für „Blödsinn“ und fragt, ob dabei auch an die Anwohner gedacht wurde. „Um zur Lünertorstraße zu kommen, muss man nun ewig weite Umwege fahren.“

Ob es bei der aktuellen Verkehrsführung bleibt, ist laut Suzanne Moenck noch offen: „Sollte sich der erhoffte Effekt nicht einstellen, kann es sein, dass wir das kurzfristig wieder ändern.“ Von der Änderung an der Scholze-Kreuzung sind im Übrigen nur die Autofahrer betroffen, Radfahrer können auch weiterhin geradeaus in die Lünertorstraße fahren.