Dienstag , 22. September 2020
Erneuter Bombenfund an der Wittenberger Bahn. Foto: be

Erneuter Bombenfund: Heute wird gesprengt

lz Lüneburg. Montagmittag wurde wieder ein Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg im Baugebiet Ilmenaugarten an der ehemaligen Wittenberg Bahn gefunden. Gegen 15 Uhr war klar: Es ist eine kleinere, mit einem Aufschlagzünder versehene 150 lbs (ca. 68 kg)  Fliegerbombe. Die Menschen werden ihre Wohnungen in einem Radius von 500 Metern um den Fundort verlassen müssen. Gefunden wurde die Altlast nahe der Friedrich-Ebert-Brücke.

Das Besondere in diesem Fall: Die Fliegerbombe liegt in der Nähe von Kabeln und Leitungen, muss daher etwa 50 Meter in Richtung Westen vom Fundort wegbewegt werden. Sie wird hierzu in einer Art „Hängematte“ von den Spezialisten des Kampfmittelbeseitigungsdienstes getragen. Laut einer Polizeisprecherin wird Michael Tillschneider vom Kampfmittelbeseitigungsdienstes die Bombe daher heute aller Wahrscheinlichkeit nach kontrolliert sprengen. Aufgrund der ungünstigen Position der Bombe dauerte die Berechnung und die Erstellung der Karte heute etwas länger als gewohnt.

Die Polizei sperrte in der Folge den Fundort, welcher nördlich der Friedrich-Ebert-Brücke liegt, ab und alarmierte Spezialisten des Kampfmittelbeseitigungsdienstes. Die Einsatzkräfte bereiten derzeit Sperr- und Evakuierungsmaßnahmen für die Entschärfung vor.

Es ist innerhalb von zwölf Monaten bereits die zehnte Bombe, die dort gefunden wurde. Bekanntlich wurden gegen Ende des Krieges von den Alliierten zweimal Bomben auf das Gebiet Bahnhof und Rotes Feld abgeworfen. Offensichtlich sind dabei viele nicht detoniert. Ein Spezialist wird jetzt prüfen, ob sie vor Ort entschärft werden kann oder ob sie gezündet werden muss.

Weitere Informationen und eine Karte des Evakuierungsbereiches folgen in Kürze.

Die Infoveranstaltung „Linien in Lüneburg“ der Freunde der Eisenbahn kann heute Abend wie geplant stattfinden. Beginn ist 18:45 Uhr in der Evangelisch-Reformierten-Kirche am Schierbrunnen 4.