Sonntag , 25. Oktober 2020
Fußballspielen ist auf dem Hof der Barumer Grundschule zwar verboten, gleichwohl sind dort ein Fußballtor mit Ballfanggitter und zuletzt auch ein Basketballkorb aufgebaut worden. Foto: dth

Korb und Tore trotz Spielverbot

dth Barum. Verwirrspiel auf dem Hof der Grundschule Barum im Ortsteil Horburg: Einerseits verbietet ein Schild das Fußballspielen auf dem Gelände, andererseits sind die Tore bereits aufgestellt, um gegen das Verbot zu verstoßen. Zudem sind die Tore so aufgebaut, dass sich das Leben in guter Nachbarschaft mit der Schule schwierig gestaltet.

„Wer auch immer das veranlasst hat, dem würde ich gerne einen Tischkicker vor den Schreibtisch stellen“, sagt Wilfried Kaiser. Er und seine Frau Sabine haben grundsätzlich nichts gegen spielende Kinder auf dem benachbarten Schulhof in Horburg. Nur in diesem Fall sind sie am Ende ihrer Geduld. Schon vor geraumer Zeit hat die Samtgemeinde Bardowick ein Schild auf dem Hof der Grundschule aufgestellt, das das Fußballspielen untersagt. Gleichwohl gibt es dort auch eine Torwand und ein Fußballtor ohne Netz, in Schussrichtung des Gartens des Ehepaars. Anstelle eines Netzes fängt mittlerweile ein mehrere Meter hohes Ballfanggitter kurz dahinter die Schüsse scheppernd auf. Und vor einiger Zeit ist in Sicht- und Hörweite ein neuer Basketballkorb mit einer kleinen Spielfläche hinzugekommen.

„Mit den spielenden Kindern der Grundschule haben wir keine Probleme. Vor allem Jugendliche haben hier in den vergangenen Wochen nachmittags gespielt. Wir hatten kaum eine ruhige Minute“, sagt Sabine Kaiser. Besondere Anziehungskraft haben die Spielgeräte auf dem Schulhof auf Jugendliche wohl auch deshalb, weil wegen der benachbarten Baustelle die Fußballtore auf dem Barumer Sportplatz vorübergehend entfernt wurden. Dabei ist der Spielplatz der Grundschule ohnehin nur „für Kinder unter 14 Jahren“ zugelassen.

Das Ehepaar hatte sich an Barums Bürgermeister Torsten Rödenbeck und Samtgemeindebürgermeister Heiner Luhmann gewandt. Auf LZ-Nachfrage sagt Luhmann: „Wir werden das Fußballtor auf dem Schulhof versetzen.“ Bei dem Basketballkorb hingegen gibt es noch Klärungsbedarf. Das Spielgerät hatte der Förderverein der Grundschule Bardowick für die Außenstelle in Horburg gestiftet und mit Unterstützung des Bardowicker Bauhofes auf dem Schulhof aufgestellt.

„Das ist eine gute Sache“, sagt Verwaltungschef Luhmann, doch nach einer Ortsbesichtigung ist er der Ansicht: „Der Standort ist unglücklich gewählt.“ Das Technische Bauamt soll nun nach den Ferien gemeinsam mit der Schulleitung und den Eltern über eine Verlegung des Basketballkorbes sprechen.